Die Calwer Bundesliga-Faustballer rechnen sich Chancen auf die Play-offs zur deutschen Meisterschaft aus. Dafür müssen am Wochenende Erfolge her.
Die kleine Gemeinde Bardowick steht ganz groß im Kurs bei den besten Faustballern Deutschlands, denn in der Lüneburger Heide findet am 18. und 19. Juli die Meisterschaft der Männer und Frauen statt.
Je drei Plätze für die Nord- und Südstaffeln sind zu vergeben. Spannend wird das bei den Männern, denn hier wird nach einfacher Vorrunde – jeder gegen jeden – aufgeteilt: Die Top-4 der Tabelle spielen in Play-offs um die DM-Startberechtigungen, während die Teams auf den Plätzen 5 bis 8 untereinander gegen den Abstieg kämpfen.
Spitzensport aus dem Schwarzwald
Ziel des TSV Calw, der diesmal allein den Spitzensport aus dem Schwarzwald vertritt, ist das Erreichen der Play-offs, aber mindestens sechs Vereine rechnen sich in dieser Feldrunde Chancen aus.
Mit einem komplett unveränderten Kader gehen die „Löwen“ aus der Hermann-Hesse-Stadt auf Punktejagd. Herausragender Akteur ist Raphael Schlattinger, der die Mannschaft nun seit bald zehn Jahren prägt und sportlich vorangeht.
Erfahrene Abwehr
Aus der einst jüngsten Bundesliga-Truppe ist eine erfahrene Gemeinschaft geworden. Die erfahrene Abwehr (Marco Stoll, Ricardo Lebherz, Leandro Schmidberger, Philipp Kübler), Zuspieler Nick Stoll und Zweitangreifer Markus Kraut präsentieren sich ausgesprochen stabil und eingespielt. Die Männer um Coach Thomas Stoll machen es jedem Gegner schwer, vor allem zuhause auf dem windanfälligen Platz am Altburger Aischbachweg.
Der erste Spieltag ist bereits gespielt und beim schwerstmöglichen Auftaktduell beim Serienmeister TSV Pfungstadt schlugen sich die Calwer am letzten Samstag wacker, aber der TSV Pfungstadt war – wie bislang immer – nicht zu besiegen und gewann mit 5:2 (11:9, 11:9, 11:2, 8:11, 13:15, 14:12, 11:6).
Es war wie so häufig: Der Gast aus Calw hielt in den ersten Sätzen lange mit, dann fehlte das letzte Quäntchen gegen das herausragende Vereinsteam der letzten Jahre. Bei 0:7-Rückstand im dritten Satz gönnte Trainer Stoll seinem Schlagmann Schlattinger eine Pause.
Schweizer Nationalspieler dreht auf
Nach der ersten 10-Minuten-Pause drehten der Schweizer Nationalspieler und seine Mitstreiter aber gehörig auf, verkürzten auf 3:2 und kratzten am Satzausgleich.
„Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Die meisten Sätze waren sehr knapp und es war gut, dass wir nach 0:3-Rückstand stark zurückgekommen sind. Der Knackpunkt war der sechste Satz – mit dem 3:3 wäre die Partie völlig offen gewesen.“
So geht’s am Wochenende weiter
Mit der ersten – wenn auch eingerechneten – Niederlage im Gepäck steht der TSV Calw nun gleich unter Strom und der Blick richtet sich auf die nächsten Begegnungen am Wochenende. Am Samstag (18 Uhr) geht‘s zum TV Vaihingen/Enz, am Sonntag um 14 Uhr steigt das erste Heimspiel gegen den TV Stammheim. Beide Gegner zählen zu den Play-off-Anwärtern und somit harten Rivalen. „Das wird sicher alles andere als leicht“, weiß Thomas Stoll.
Die Faustball-Nation weiß, dass Serien-Champion TSV Pfungstadt einmal mehr die zu schlagende Mannschaft sein wird. Auf die weiteren DM-Startplätze im Süden hoffen neben Calw, Vaihingen/Enz und Stammheim auch die Käfertaler sowie der TV Schweinfurt-Oberndorf. Die beiden Aufsteiger NLV Vaihingen und TV Eibach 03 wären sicher glücklich, wenn sie den Klassenerhalt schaffen.