Die Bundesliga-Männer des TSV Calw gewinnen nach kurzer Eingewöhnung deutlich beim unbequemen Aufsteiger TV Neugablonz.
Schon vor Beginn der Faustball-Hallensaison Anfang November hatte Calws Trainer Thomas Stoll dem Bundesliga-Neuling TV Neugablonz Respekt gezollt: „Die sind stark und werden mit dem Abstieg vermutlich nichts zu tun bekommen.“
Tatsächlich feierten die Männer aus dem Kaufbeurer Stadtteil in ihren ersten drei Spielen zwei Siege bei Mitaufsteiger TV Waibstadt (5:3) und sogar einem 5:0 zuhause gegen Bundesliga-Dino TV SW-Oberndorf. Während Neugablonz also schon richtig in der Hallenrunde angekommen ist, mussten die Calwer erst mal zusehen. Der Spielplan wollte es so.
Das sagt der Kapitän des TSV Calw
TV Neugablonz – TSV Calw 1:5 (11:7, 7:11, 4:11, 4:11, 6:11, 7:11). „Die fehlende Spielpraxis hat uns im ersten Satz zu schaffen gemacht und Neugablonz hat richtig stark angefangen“, konstatierte Raphael Schlattinger, Kapitän des TSV Calw, nach dem Gastspiel in Bayern.
Sandro Bürger macht Stress
120 Fans des TV Neugablonz bejubelten die Satzführung gegen den Favoriten aus der Hesse-Stadt. Neugablonz‘ Schlagmann Sandro Bürger hatte die Calwer mit zahlreichen Kurzbällen gestresst. Der schnelle Schlattinger erlief zwar einige, seinem Co-Angreifer Markus Kraut fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft im Rückschlag. Doch das änderte sich ab dem zweiten Satz komplett.
Die Calwer Abwehr mit Nick Stoll und Leandro Schmidberger stand felsenfest, und sauber platzierte Zuspiele Philipp Küblers verwerteten Schlattinger und Kraut in der Folge fast nach Belieben. Neugablonz musste seine Taktik ändern: Nun versuchte es Christoph Sax mit der Brechstange und krachenden Schlägen, allerdings fehlte häufig die Zielgenauigkeit.
Die Reaktion der Calwer
Die Calwer hingegen waren richtig im Match und zogen leicht und locker davon. Marco Stoll und Ricardo Lebherz durften ebenfalls noch wichtige Spielpraxis auf TSV-Seite sammeln, der Dominanz ihres Teams tat dies keinen Abbruch.
Das Fazit von Raphael Schlattinger
Nach fünf hohen Satzgewinnen in Serie und 1:22 Stunden Spielzeit war Schluss. Schlattinger zufrieden: „Das war ein richtig starker Auftakt und auf allen Positionen in unserem Team eine überzeugende Vorstellung.“
Am Samstag ab 18 Uhr wird es deutlich schwerer mit dem Gastspiel der Calwer beim Serien-Meister TSV Pfungstadt, der seit Jahren in eigener Halle kein Spiel mehr verloren hat.