Julia Sauerbrunn, Joleen Wendorfer, Vera Sauerbrunn (von links) und der TV Unterhaugstett wuchsen gegen den TSV Pfungstadt über sich hinaus. Foto: Albert M. Kraushaar

Beim Heimspieltag des TV Unterhaugstett gab es bei den Pink Ladies des TSV Dennach eine Überraschung. Der Gastgeber sorgt für eine Sensation.

Drei Spiele mit insgesamt 13 Sätzen bekamen die Zuschauer beim zweiten Heimspieltag der Unterhaugstetter Faustball-Frauen in der 1. Bundesliga Gruppe Süd zu sehen, während die Männer schon in der Winterpause sind.

 

Große Überraschung

Die Überraschung des Tages lieferte dabei der TSV Pfungstadt, der dem favoritisierten TSV Dennach die erste Niederlage beibrachte. Die Gastgeberinnen gingen zwar leer aus, konnten gegen den neuen Tabellenzweiten immerhin zwei Sätze für sich entscheiden.

Der Ausgang der Spiele in der Bad Liebenzeller Sporthalle konnte der Spannung in der Liga insgesamt nur guttun. Aktuell kämpfen mit dem TSV Dennach, TSV Pfungstadt, TSV Calw, TV 1880 Käfertal und dem TV Segnitz fünf Mannschaften um die drei Endrundenplätze für die DM am 15./16. Februar in Dennach.

Unglaubliche Leistung

TV Unterhaugstett – TSV Pfungstadt 2:3 (7:11, 11:8, 6:11, 15:14, 4:11). Es wäre zu schön gewesen, aber der lange für möglich gehaltene Big Point blieb aus. Nach drei, vom Favoriten TSV Pfungstadt mit starken Leistungsschwankungen geführten Sätzen schien die Entscheidung zugunsten der Gäste schon festzustehen, als sich die TVU-Frauen im vierten Satz in einen Lauf steigerten.

Der TVU schockt den Favoriten

Beim Stand von 8:8 ging das Lebherz-Quintett erstmals in Führung, bis zum 14:14 entwickelte sich eine Nervenschlacht, bei der Pfungstadt viermal den Matchball verpasste. Den setzten beim 15. Versuch die TVU-Frauen zum Satzgewinn – 15:14. Damit hatte der TV Unterhaugstett sensationell zwei Sätze gegen die Pfungstädterinnen geholt.

Es fehlt nicht viel

Der Ausgleich zum 2:2 machte eine Entscheidungssatz notwendig, und zu dem wechselten die Gäste Teresa Spadinger an die Seite von Stephanie Thomas (Ex-Dannecker) zurück. Das wars dann für den Tabellenvorletzten, denn das Duo Thomas/Spadinger brachte den Satz sicher mit 11:4 Bällen nach Hause.

TSV Dennach verspielt Führung

TSV Dennach – TSV Pfungstadt 2:3 (6:11, 11:3, 11:8, 8:11, 13:15). Das ewig junge Duell der langjährigen Nationalspielerinnen Sonja Pfrommer (TSV Dennach) gegen Stephanie Thomas (TSV Pfungstadt) war einmal mehr eine Klasse für sich.

Brasilianerin bricht sich die Hand

Der TSV Dennach, bei dem die Brasilianerin Martina Bonzanini Bortolotto nach einem bei der Weltmeisterschaft erlittenen Handbruch nur als Linienrichterin in der Halle war, war mit Denise Zeiher, Anna-Lisa Aldinger, Ann-Kathrin Motteler (Abwehr), Pia Neuefeind, Sonja Pfrommer und Maya Mehle (Angriff) nach Bad Liebenzell angereist und wurden im ersten Satz – trotz anfänglicher Führung – gleich kalt erwischt.

Nach dem Seitenwechsel schien aber alles den erwarteten Gang zu nehmen, ehe Pfungstadt im vierten Satz (11:8) den Ausgleich erkämpfte. Jetzt wurde es vor den rund 80 Zuschauern richtig spannend! Über 10:10 kam es zu einer Verlängerung, die sich bis zum 13:13 hinzog. Dann gelangen Pfungstadt zwei Bälle zum umjubelten Endstand von 15:13. Die erste Dennacher Niederlage in der laufenden Runde war perfekt, und der TSV Pfungstadt dick im Rennen um eine DM-Teilnahme zurück.

Klare Sache zwischen Unterhaugstett und Dennach

TV Unterhaugstett – TSV Dennach 0:3 (4:11, 3:11, 3:11). Im Vergleich zum Spitzenspiel offenbarte diese Paarung einen Klassenunterschied. Im Duell David gegen Goliath zogen die TVU-Abwehrspielerinnen von Julia Schauerbrunn über Patricia Lebherz, Nadine Maisenbacher bis Anke Philippi klar den Kürzeren.

Nur zehn Bälle für die Gastgeberinnen

Aus den Angriffsbemühungen von Vera Sauerbrunn, Joleen Wenzdorfer und der eingewechselten Sarah Eckert ergaben unter dem Strich nur zehn Bälle. Die TVU-Frauen müssen ihre Punkte im Abstiegskampf gegen andere Gegner holen. Dies gilt auf jeden Fall auch für den nächsten Spieltag, wenn sich die gleiche Konstellation zum Rückspiel in der Sporthalle von Neuenbürg (12. Januar) trifft.