Eine besondere Rolle kommt beim TSV Calw Angreifer Markus Kraut zu. Foto: Roland Wurster

In der Faustball-Bundesliga treffen die Männer aus Calw und Waldrennach am Samstag aufeinander. Am Sonntag müssen beide zu schweren Auswärtsspielen

Kurz vor Weihnachten rückte der TSV Calw mit einem 5:3-Sieg gegen den TV SW-Oberndorf auf Tabellenplatz 4 vor und verdrängte Lokalrivale TV Waldrennach auf Platz 5 (beide 8:4 Punkte).

 

Am Samstag, 19 Uhr in der Calwer Walter-Lindner-Sporthalle, treffen die Kontrahenten nun direkt aufeinander. Am Sonntag dann folgen die letzten Spiele der regulären Runde in der Bundesliga-Südstaffel und beide müssen schwere Auswärtsaufgaben lösen.

Zwei brasilianische Weltstars kommen

Der TSV Calw trifft ab 14 Uhr in Stuttgart auf den TV Stammheim (2./10:2 Punkte), der sich erst vor wenigen Wochen mit zwei brasilianischen Faustball-Weltstars verstärkt hat und nach dem Meistertitel greifen will. Der TV Waldrennach muss sich ab 15 Uhr in Mannheim mit dem TV Käfertal (3./8:2) messen.

Spannendes Drehbuch

Spannender könnte das Drehbuch kaum geschrieben sein: Setzt man voraus, dass Calw und Waldrennach am Sonntag gegen die besser platzierten Gegner unterliegen, so entscheidet sich schon am Samstag, wer als Vierter die Play-offs, die Viertelfinals um die deutsche Meisterschaft, erreicht. Der Tabellenfünfte hingegen muss in den kommenden Wochen in den Play-downs, der Abstiegsrunde, zittern.

Eine besondere Rolle kommt beim TSV Calw Angreifer Markus Kraut zu, der vor zwei Jahren aus Waldrennach in die Hesse-Stadt wechselte und sich seither weiterentwickelte.

Es geht gegen den Bruder

An der Seite von Schlagmann Raphael Schlattinger trifft er auf ehemalige Teamkameraden und seinen Bruder, Abwehr-Nationalspieler Oliver Kraut. „Ich habe im Calwer Trikot noch nie gegen Waldrennach verloren und das wird auch so bleiben“, richtete Markus Kraut eine Ansage an den TVW.

Hier findet das Meisterschaftsturnier statt

Der aber will ebenso seine Chance auf ein Ticket um die DM-Medaillen wahren und wird mit seinen Top-Akteuren um Hauptangreifer Michael Ochner sicher nicht kleinbeigeben.

Wer letztlich am Sonntagabend Tabellenplatz 4 belegt, trifft in den Viertelfinals (Hin- und Rückspiele) auf das Top-Team der Nord-Staffel und kann sich noch für das Meisterschaftsturnier qualifizieren, das am 28. Februar und 1. März in der Stuttgarter SCHARRena stattfindet. Für Spannung ist gesorgt.