Die Bundesliga-Faustballer überzeugen mit einer starken Leistung beim verdienten 5:2-Heimsieg gegen den Angstgegner aus Schweinfurt.
Nach einem spielerisch und kämpferisch überzeugenden Saisonstart der Calwer Bundesliga-Faustballer (4:2 Punkte gegen drei starke Gegner) war am Samstag der Auftritt gegen den TV SW-Oberndorf mit Spannung erwartet worden.
Die Franken sind so etwas wie ein Angstgegner, im Vorjahr unterlagen die „Löwen“ sowohl in Schweinfurt als auch zuhause mit 3:5 Sätzen und mussten damit ihre Hoffnungen auf eine Teilnahme am DM-Finalturnier begraben.
Das sagt Markus Kraut
„Wir wollten eine weitere Niederlage unbedingt vermeiden und das ist uns mit einem richtig guten Spiel gelungen“, war TSV-Schlagmann Markus Kraut nach dem letztlich klaren 5:2-Sieg „gegen diesen unbequemen Gegner“ erleichtert.
TSV Calw – TV SW-Oberndorf 5:2 (11:8, 15:13, 10:12, 11:7, 7:11, 11:7, 11:2). Der Faustballplatz in Altburg machte seinem Ruf als windanfällige Anlage alle Ehre. Kräftige kalte Böen verhinderten ein technisch blitzsauberes Duell.
„Trotzdem“, so TVO-Nationalspieler Maxi Lutz, „haben es beide Mannschaften geschafft, meist sauber zuzuspielen“. So bekam das Publikum dann doch zahlreiche spannende Ballwechsel und spektakuläre Aktionen zu sehen.
Die Verletzten
Oliver Bauer (verletzt) fehlte auf Seite der Gäste, Ricardo Lebherz (beruflich) in der Calwer Abwehr. Bei einem längeren Spielverlauf hätte das durchaus für Probleme beim Heimteam sorgen können. Denn Nick Stoll musste schon zu Beginn des dritten Satzes mit einer wieder aufgebrochenen Schenkelzerrung raus.
Philipp Kübler, der zuletzt an Knieproblemen laborierte, wechselte ins Zentrum und machte einen hervorragenden Job als Abfangjäger der gegnerischen Angaben und Kurzbälle durch Nico Bitsch und Fabian Sagstetter. Marco Stoll und Leandro Schmidberger hatten in der Abwehr reichlich zu tun.
Calws Hauptschlagmann Raphael Schlattinger präsentierte einmal mehr seine aktuell großartige Form und Markus Kraut sein Können als läuferisch starker und cleverer Assistent.
Der TSV Calw kam gut in die Begegnung, führte früh nach Bällen und holte sich den ersten Satz, nachdem die Franken bis auf 8:8 herankamen. Umgekehrt der zweite Satz, als die Heimmannschaft einem 4:8-Rückstand hinterherlief und zwei Satzbälle abwehrte.
Der Gast verkürzt
Bei 8:10 drosch Schlattinger die Kugel zwei Mal auf die Grundlinie und nutzte seinen vierten Satzball zur beruhigenden 2:0-Führung. Nach Stolls Auswechslung aber benötigte die Mannschaft um Kapitän Schlattinger einige Minuten, um wieder auf Touren zu kommen, holte nach und nach auf, wehrte einen Satzball ab, doch der Gast verkürzte.
TSV-Männer spielen wie aus einem Guss
Nach der obligatorischen 10-Minuten-Pause (immer nach drei Sätzen) ging es nicht mehr so knapp zu. Calw gewann den vierten Satz, Oberndorf verkürzte im wichtigen fünften. Dann zeigten die TSV-Männer Faustball wie aus einem Guss, spielten fast völlig fehlerfrei und hatten den Gegner in der Zange. Nach sieben Sätzen war die Begegnung beendet. Spieler, Betreuer und das Publikum atmeten auf mit dem Blick auf die Tabelle, die den TSV Calw auf Platz 3 ausweist.
So geht’ s weiter
„Gut, dass wir jetzt zwei Wochen Pause haben bis zum nächsten Spiel beim NLV Vaihingen, damit sich Nick (Stoll) und Philipp (Kübler) ein wenig regenerieren können. Jetzt liegen wir auf Kurs Play-off-Spiele und das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen“, so Markus Kraut.
„Es hat sich ausgezahlt, dass wir zuletzt an unseren Laufwegen und an taktischen Dingen gearbeitet und diese auch umgesetzt haben.“
Am Samstag, 30. Mai, geht es beim NLV Vaihingen für die Calwer weiter.