Der Besucherstrom zum einmal jährlich stattfindenden ökumenischen Fastenessen war einmal mehr beeindruckend.
Um die Mittagszeit gingen am Sonntag Saitenwürste mit Linsen, Spätzle und Maultaschen mit Salat im Minutentakt über den Tresen in der Festhalle.
Das ökumenische Fastenessen findet jährlich einmal während der Fastenzeit statt und blickt auf eine 27-jährige Tradition zurück. Organisatorinnen sind die katholischen und evangelischen Frauen, welche die Initiative einst ins Leben riefen.
Ziel ist es, neben der Förderung und der Begegnung in der Gemeinschaft, den Erlös des Tages einer gemeinnützigen Einrichtung, beziehungsweise für einen sozialen Zweck zu spenden.
Zahlreiche Sitzungen zur Vorbereitung
Leiterin der Aktion ist aktuell Catherine Stöber, die auf ein Team von mehr als 20 Helfer zählen kann, die in den Monaten vor dem Termin in zahlreichen Sitzungen die Veranstaltung vorbereiten.
Ehemann Christian Stöber erläutert, dass sich die Suche nach einem passenden Projekt, das förderwürdig ist, meist im Jahresverlauf ergibt. Grundsatz sei, dass mindestens eines der Mitglieder einen Bezug dazu hat, beziehungsweise die dafür Verantwortlichen kennt. Er erläutert, dass auf dies Weise oft Förderprojekte zu den Nutznießern zählen, deren Wirken im Alltag vielfach im Verborgenen stattfindet. „Wir lernten per Zufall während dem Tanzen die Lehrkraft Katja Scheele kennen, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Manuel Seeger und einem Team an Sozialpädagogen im Förderverein Schulprojekt „Chance²“ aktiv mitwirkt. Ziel des Vereins ist es, den Schulabbruch bei Schülern, welche eine der Schulen im Landkreis besuchen, abzuwenden. Dies kann erreicht werden durch gemeinsame Aktionen wie Kochen oder Ausflüge, Gespräche und vieles mehr. Doch hierfür benötigt es finanzielle Mittel, weshalb sich die Frauen in diesem Jahr dazu entschlossen haben, dieses Projekt zu fördern. „Wir fördern Projekte um die ganze Welt, sofern wir einen Bezug dazu haben“, ergänzte Stöber.
Spezialitäten aus der Heimat
Eine weitere Besonderheit des Fastenessens betrifft die angebotenen kulinarischen Spezialitäten, die immer aus dem Land kommen zu dem das gemeinnützige Projekt gehört, welches unterstützt wird. So kam es, dass die Gäste in diesem Jahr in den Genuss von landestypischen Spezialitäten kamen. Erfahrungswerte zeigen, dass pro Fastenessen insgesamt rund 240 Essen über die Theke gehen. Hinzu bot der Nachmittag noch eine vielfältige Auswahl an gespendeten Kuchen.
Fair gehandelter Kaffee aus dem Eine-Welt-Laden
Der fair gehandelte Kaffee kam aus dem Eine-Welt-Laden der Familie Sintram in Schwenningen. Diese war mit einem eigenem Stand und einer Auswahl ihrer Produkte zu Gast. Jedes Fastenessen wird mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet, den in diesem Jahr der evangelische Pfarrer Peter Krech und Diakon Christian Müller-Heidt zelebrierten.