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Fast alle symptomfrei Corona-Fälle in Starzacher Seniorenwohnanlage

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20 der 24 Heimbewohner der Starzacher Seniorenwohnanlage haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Foto: Morlok

Starzach - Die Corona-Lage in der Starzacher Seniorenwohnanlage verschärft sich deutlich: 20 der 24 Heimbewohner und 15 Pflegekräfte haben sich mit dem Virus angesteckt.

Wie bereits kürzlich vermeldet, haben sich in der Starzacher Seniorenwohnanlage eine Heimbewohnerin und eine Mitarbeiterin aus dem Pflegeteam mit Covid-19 infiziert.

"Nichts lebensgefährliches", wie Starzachs Bürgermeister Thomas Noé wusste. "Die ältere Betroffene braucht keine intensivmedizinische Betreuung mehr, sie muss nicht mehr künstlich beatmet werden und kann weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung, in dem vom KBF getragenen Seniorenheim, bleiben. Dies natürlich unter strengen Quarantänebedingungen", konnte Noé in einem kurzen Telefonat am Donnerstag um die Mittagszeit berichten.

Corona-Infektionen nicht rückverfolgbar

Wenige Stunden später sah die Lage völlig anders aus. 20 der 24 Heimbewohner seien positiv getestet worden und 15 Pflegekräfte haben sich ebenfalls mit dem Virus angesteckt, wie Wolfgang Welte, Mitglied der Geschäftsführung der KBF Mössingen, in einem Telefonat sagte.

Wie kam der Virus in die Senioreneinrichtung? Wie ist überhaupt entdeckt worden, dass Heimbewohner und Mitarbeiter positiv sind und was plant der Träger dieser Wohnanlage, um das Haus virenfrei zu halten und seine Insassen zu schützen?

Zu diesen Fragen nahm Wolfgang Welte Stellung. Bei der Heimbewohnerin, die sich nicht wohl fühlte, habe die Hausärztin den Virus festgestellt und bei der Gelegenheit gleich die Pflegekraft mit auf Corona getestet. Während die Pflegekraft überhaupt keine Symptome zeigte, musste die ältere Dame für eine kurze Zeit ins Krankenhaus, berichtete Geschäftsführer Welte. "Aber ihr geht es wieder gut, sie ist wieder bei uns in der Einrichtung und erholt sich von dem Schrecken."

Rein prophylaktisch wurden dann alle Heimbewohner und die Mitarbeiter auf Corona getestet und das Ergebnis war dann mehr als erschreckend. "Wir haben keine Ahnung, wie das Virus in die Wohnanlage eingeschleust wurde. Uns geht es da genauso, wie es Angela Merkel und Winfried Kretschmann zuvor im Rahmen der aktuellen Pressekonferenzen geschildert haben." Die beiden Spitzenpolitiker stellten fest, dass 75 Prozent aller Corona-Fälle nicht mehr nachvollziehbar und rückverfolgbar sind.

Fast alle symptomfrei

Für den KBF-Manager ist klar, dass dieser Pandemie auf herkömmliche Art nicht beizukommen ist. "Bis auf eine Pflegekraft waren alle Personen, egal ob jung oder alt, völlig symptomfrei. Wie hätte man da ahnen können, dass sich das Virus schon so weit ausgebreitet hat?", stellte Welte eine rhetorische Frage, auf die wohl niemand eine Antwort weiß.

Als Glück bezeichnet er, dass einige zentrale Pflegekräfte im Test negativ waren und so mithelfen können, den schwierigen Dienstplan, der sich jetzt aus dieser Situation ergab, etwas abzufedern. Sehr gut sei auch, dass im Heim jeder Bewohner ein Einzelzimmer habe und man so eine Quarantäne gut realisieren könne. "Alle Heimbewohner, aber auch das Pflegepersonal, stehen unter erhöhten Schutzmaßnahmen und wir hoffen, dass unsere Mitarbeiter die Lage genauso souverän beherrschen, wie in den vergangenen Tagen."

Auch hob Wolfgang Welte die Zusammenarbeit mit dem Tübinger Gesundheitsamt als besonders gut hervor und hofft, dass man die Lage bald wieder im Griff hat.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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