Die aktuelle „Lahr/Schwarzwald“ A320neo kam im Oktober 2018 zur Lufthansa-Flotte. Foto: Lufthansa

Auf den Namen der Stadt wurde 1994 in Frankfurt ein Airbus A320 getauft. Die aktuelle Maschine „Lahr/Schwarzwald“ ist eine A320neo und verkehrt seit 2018.

Lahr/Schwarzwald“ steht deutlich sichtbar außen rechts neben der vorderen Eingangstür. Wenn ein Flugzeug den Namen einer Stadt trägt, dann fliegt auch ein Stück Heimat mit. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Lahr nun bereits mit der Lufthansa verbunden – durch eine Taufpatenschaft, die zeigt, dass die Stadt nicht nur auf dem Boden, sondern auch in luftiger Höhe eine Botschafterin der Region ist, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Lahrer Stadtverwaltung heißt.

 

Die Geschichte begann demnach 1994, als in Frankfurt ein Airbus A320 auf den Namen Lahr/Schwarzwald getauft wurde. Taufpate war der damalige Oberbürgermeister Werner Dietz. Diese erste „Lahr“ flog viele Jahre für Lufthansa und später für Germanwings.

Die aktuelle „Lahr“ ist schon das zweite Flugzeug, das den Namen der Stadt trägt. Es ist ein moderner A320neo mit dem Kennzeichen D-AINN, der am 22. Oktober 2018 zur Lufthansa-Flotte kam, heißt es in der städtischen Mitteilung weiter. Seinen ersten Linienflug absolvierte das Flugzeug demnach am 2. November 2018 von seinem Heimatflughafen Frankfurt nach London-Heathrow. Seither hat das Flugzeug insgesamt 128 verschiedene Zielorte in ganz Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten angeflogen und mit 10 150 Flügen fast 1,24 Millionen Fluggäste sicher an ihr Ziel gebracht.

Lufthansa wirft zum 100. Geburtstag Blick auf wechselvolle Geschichte

„Dass der Name Lahr/Schwarzwald mit Lufthansa weltweit unterwegs ist, ist für uns etwas ganz Besonderes und ein wunderbares Symbol dafür, dass unsere Stadt weltoffen, multikulturell und international vernetzt ist – ein Zeichen gelebter Verbundenheit rund um den Globus“, wird Oberbürgermeisterin Markus Ibert in der Mitteilung zitiert. „In Lahr stehen wir zwar mit beiden Füßen fest auf dem Boden, die Patenschaft macht unsere Stadt aber auch am Himmel sichtbar und steht symbolisch für unseren Weitblick über den Tellerrand hinaus.“

2026 feiert Lufthansa ein bedeutendes Jubiläum: Am 6. Januar 1926, vor 100 Jahren, wurde die erste „Luft Hansa“ gegründet, am 6. April hatte sie ihren Erstflug. Dieses Jubiläum ist für das Unternehmen laut Mitteilung der Stadt Anlass zum Feiern und für einen Rückblick auf seine lange wechselvolle Geschichte, die auch die Taufpatenschaften mit den Städten und Bundesländern Deutschlands über Jahrzehnte geprägt haben.

In einem Brief an Oberbürgermeister Markus Ibert hat sich die Lufthansa daher für die vertrauensvolle Partnerschaft bedankt, wie es in der städtischen Pressemitteilung heißt.

In der Flotte gibt es heute Namen fast aller deutscher Großstädte

Die „Lahr/Schwarzwald“ reiht sich demnach in eine lange Tradition der begehrten Taufpatenschaften ein. 1960 wurde erstmals ein Lufthansa-Flugzeug getauft. Es war eine Boeing 707 mit dem Kennzeichen D-ABOC. Sie bekam den Namen „Berlin“. Das Ziel war, die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze und Standorte auch in die Regionen zu tragen, aus denen ein Großteil der Lufthansa-Passagiere und Mitarbeiter kommt. In der Zwischenzeit hat sich der Kreis der Patenstädte stetig erweitert. Die Lufthansa-Flotte trägt heute unter anderem die Namen fast aller deutschen Großstädte, Bundesländer und Landeshauptstädte. Momentan gibt es mehr als 300 Patenschaften und eine Warteliste.

Bei der Namens-Vergabe orientiert sich Lufthansa an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung des betreffenden Ortes. Auch Städte, die in besonderer Weise mit der Luftfahrt oder Lufthansa verbunden sind, finden Berücksichtigung. Im Allgemeinen wird darauf geachtet, dass die Einwohnerzahl der Größe des Flugzeugmusters entspricht.

Der Name bleibt

Auch wenn eine getaufte Maschine aus der Lufthansa-Flotte ausscheidet, bleibt der Namen bestehen: Einmal in den Kreis der Patenstädte aufgenommen, geht der Name auf ein neues Flugzeug über, wie die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung hervorhebt.