An der Pfarrkirche St. Andreas in Blumberg wird ein Gerüst aufgestellt Die Fassade und das Dach des 70 Jahre alten Gotteshauses müssen erneuert werden. Foto: Lutz Foto: Schwarzwälder Bote

Pfarrkirche: Im kommenden Jahr wird der Glockenstuhl saniert / Eichenholz statt Stahl

An der Pfarrkirche St. Andreas in Blumberg wird ein Gerüst aufgestellt. In den nächsten Monaten sollen die Fassade und das Dach des 1950 eingeweihten Gotteshauses erneuert werden.

Blumberg (blu). Den Sanierungsauftrag hat die Firma Holzbau Müller in Fützen, die mit der Firma Peba Gerüste aus Schaffhausen zusammenarbeitet, sagt Pfarrer Brandl. Die Planung hat das Architekturbüro Gut in Hüfingen übernommen, mit im Boot ist das erzbischöfliche Bauamt in Konstanz.

Aktuell, so erläutert Pfarrer Brandl, sollen die Fassade und das Dach saniert werden. Im kommenden Jahr steht ein weiteres großes Vorhaben an. Denn der 1958 eingeweihte Kirchturm wird auch saniert, die Arbeiten stehen im Frühjahr 2022 an. Der komplette Glockenstuhl und die Uhr müssen erneuert werden. Das finanzielle Volumen des kompletten Vorhabens liegt bei 800 000 Euro, sagt Pfarrer Karlheinz Brandl und fügt hinzu, nicht zuletzt auch angesichts der steigenden Materialkosten: "Wir hoffen, dass es reicht." Für die Pfarrgemeinde St. Andreas ist das die mit Abstand größte Investition in den nächsten Jahren. "Seit ich hier bin, hat man da immer ein Auge drauf, und irgendwann soll man es halt machen", erklärt Brandl.

Die anstehenden Arbeiten sind umfangreich, machte Planer Ewald Gut vom Architekturbüro auf Nachfrage deutlich. Es kommt eine komplette neue Dachdeckung darauf, wieder in Biberschwanzdoppeldeckung. Die bisherigen Ziegel seien noch die ursprünglichen Ziegel vom Bau der Kirche. Die Dachlattung entspreche nicht mehr den heute gültigen Vorgaben.

Danach wird nach Angaben von Ewald Gut die komplette Fassade erneuert. Diese weise mittlerweile Risse auf, "die müssen überarbeitet werden." Dazu verwenden die Handwerker eine Gewebeeinspachtelung und darüber komme dann ein neuer Oberputz. Im Zuge der Sanierung müssen außerdem teilweise die Anschlüsse für Dachdecker und für Klempnerarbeiten erneuert werden.

Ein größerer Brocken werde der neue Glockenstuhl, erklärte Ewald Gut. Der jetzige Glockenstuhl sei aus Stahl, der neue müsse aber aus Eichenholz gefertigt werden. Dies sei tragfähiger als Stahl, erläuterte Gut, und nehme die Schwingungen von den Glocken besser auf. Gut vermutet, dass beim Bau der Kirche vielleicht deshalb Stahl verwendet wurde, weil es möglicherweise günstiger war als Holz. Und die Erfahrungen mit Holz in diesem Bereich seien noch nicht so vorhanden gewesen wie heutzutage.

Mit einem Volumen insgesamt rund 800 000 Euro ist die Fassaden- und Dachsanierung der Pfarrkirche St. Andreas sowie die Sanierung des Glockenstuhls und die Erneuerung der Kirchturmuhr für die Pfarrgemeinde St. Andreas in Blumberg die mit Abstand größte Investition in den nächsten Jahren. Zuletzt wurden vor zehn Jahren die ganzen Leitungen im Außenbereich erneuert und die Außenanlage neu gestaltet. Auch dafür war das Planungsbüro Gut mit Sitz Hüfingen zuständig.

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