Viele Zuschauer verfolgten den Fasnetsumzug der Schapbacher „Hamperle“. Danach feierten alle beim Schnurren mit Musik in der Festhalle weiter.
Bei herrlichem Sonnenschein säumten am Fasnetsmontag zahlreiche Zuschauer den Straßenrand und schauten sich den Umzug der Schapbacher „ Hamperle“ an .
Viele Motivwagen und Fasnetsgruppen zu Fuß waren beim Umzug mit dabei. Sie griffen oftmals lokale Ereignisse auf. Stark vertreten waren vor allem die Hästräger. Rund 120 Maskenträger wie „Käfzgen“, „Bocksecken“ und Nachtfrauen liefen beim Umzug mit. Sie alle, wie auch die Kaffeetanten, verteilten reichlich Süßigkeiten. Die „Käzgenschneller“, die 1979 gegründet wurden, konnten dieses Jahr ihr 44-jähriges Bestehen feiern.
Böller kündigen den Umzug von weitem an
„Hamperle“ und „Riebele“ aus Bad Rippoldsau-Schapbach waren bei diesem Fasnetsumzug zwar unter sich, dennoch bekamen die Zuschauer einen stattlichen Umzug zu sehen. Mit Böllern wurde er lauthals angekündigt. Angeführt wurde der Umzug von den ABB-Kindern vom Schlössle. Ihnen folgten die Rippoldsauer Radau-Musik, die Schapbacher Kaffeetanten in ihrem Wagen sowie der Elferrat mit Präsident Marco Glöde. Auch die Bockseckengeister, Nachtfrauen und die „Käfzgen“ kamen im geschmückten Wagen und trieben mit den Zuschauern ihr Unwesen. Den Gruppen folgten die Hamperle-Harmonie und viele weitere Wagen mit Schnurrthemen. So war beispielsweise der fehlende Briefkasten in Schapbach Dorf ein Thema. Das Luftschloss vom „Bolderberg“ als Ort zum „Wohnen mit Panoramablick“, der Ausflug einiger Schapbacher in den hohen Norden, der viele Überraschungen bot, oder die Hamsterkäufe während der Corona-Zeit – alle diese Themen hatten die Narren aufgegriffen.
Schnurranten nehmen sich aktueller Themen an
Selbst echte „Schapbacher Hamperle“ waren beim Umzug mit dabei. Und auch das Nahwärmekonzept wurde zum Fasnetsthema und bildlich dargestellt. Die aktiven Fußballer liefen als Klimaaktivisten beim Umzug mit.
Für alle Gruppen gab es großen Beifall. Nach dem Umzug strömten die Narren in die Schapbacher Festhalle wo die Schnurranten nochmals kräftig vom Leder zogen und allerlei lokale Themen auftischten. Dabei ging es um die bevorstehende Bürgermeisterwahl ebenso wie um den fehlenden Schnurranten-Nachwuchs.
Radau-Musik und Hamperle-Harmonie kooperieren
Für Stimmung sorgte die neue Kapelle namens Bautsch. Die Radau-Musik aus Bad Rippoldsau und die Hamperle-Harmonie aus Schapbach schlossen sich zu einer Großkapelle zusammen. Ralf Hotz hatte sich Bürgermeister Bernhard Waidele und dessen „Rindviecher“ vorgenommen und klagte über die fehlende Gastronomie in Schapbach. Um Abhilfe zu schaffen, so Hotz, solle man doch am besten eine Alban-Sonne-Genossenschaft gründen. Als neuer Schnurrant trat Ferdinand Bächle auf. Er beleuchtete die drei Bürgermeisterkandidaten näher, was ihm hervorragend gelang. „Vom Waidele d’Rindviecher und vum Haas die Böck, derf mer nid nehme, weil d’Wahl sonst e Gschmäckle het“, frotzelte Bächle und bekam dafür tosenden Beifall. Weitere Schnurranten waren Hamperlepräsident Marco Glöde und Rita Hoferer. Für einen stimmungsvollen Ausklang sorgten „Bautsch“ sowie DJ Andy.