Mit einer gelungenen Mischung aus Brauchtum und originellen Ideen präsentierten die Narren ihren Umzug. Gruppen aus dem Dorf feierten kräftig mit.
Trotz anhaltenden Regens verfolgten zahlreiche Zuschauer den von der Narrenzunft Nordstetten organisierten Fasnetsumzug. Er führte vom Schloss über rund 800 Meter zur Turn- und Festhalle. Zu sehen gab’s die Gruppen vieler Narrenzünfte, so von den Gastgebern die Winker, gefolgt von Tolpatsch und Mariannele, den Schantle, den Geißenkinder mit Geißenstall, und Geißen. Die Nordstetter Feuerwehr war auf einem Festwagen unterwegs, der durch bunte Luftballons den richtigen Glanz bekam. Die Narrenzunft Dettensee sorgte mit ihren Hexen, Vogtsleuten und Schantle ebenfalls für ein buntes Umzugsbild. Fetzige Töne steuerte der Musikverein Wiesenstetten bei.
Bejubelt wurde ebenso die Nordstetter Scheibushexen, und zur Freude vieler Kinder wurden eifrig Süßigkeiten verteilt. Den Abschluss des Umzugs bildeten einige Fußgruppen. Zu spüren war, dass die Nordstetter ihre Fasnet lieben. Das zeigte sich auch im Zuschauerbild von Jung und Alt.
Von der Narrenzunft Nordstetten, die aktuell rund 270 Mitglieder zählt, ist deren Vorsitzender Sajoscha Ott bereits als Kind beim Umzug mitgesprungen.
Brauchtum für die Zukunft
Ein Ziel von Ott und der Narrenzunft ist es, das Brauchtum der Fasnet zu erhalten, damit diese auch in Zukunft fest mit dem Flecken verbunden bleibt. Die Gründungsfigur, der Geißbock, wurde 1993 ins Leben gerufen, 1996 folgte der Weißnarr, der Tolpatsch, und später der Schandle, der nach Überlieferungen älterer Mitbürger bereits in den 50er Jahren durch die Nordstetter Straßen tollte.
Dass die Nordstetter auch so gut feiern können, belegten mehrere privaten Gruppen die rund um die Häuser zu feiern verstanden. Nach dem kleinen aber feinen Umzug, gab in der Turn- Festhalle noch ein kleines Programm mit den Showtanzgruppen Smarties und Golden Girls.
Danach wurde das Narrentreiben in der gemütlich hergerichteten Halle bis gegen 22 Uhr fortgesetzt. Vergessen das grausliche Wetter vor der Tür. Mit zahlreichen Helfern sorgte die Narrenzunft Nordstetten auch dafür, dass es bei Speis und Trank gut lief. Eines war auf jeden Fall sichtbar. Die Nordstetter Bürger stehen hinter ihrer Fasnet, und bis Aschermittwoch kann noch kräftig gefeiert werden.
Und eine Besonderheit gibt es noch. Stolz ist man, das die Geschichte der Fasnet in den Lehrplan der örtlichen Grundschule mit aufgenommen wurde. Auch in beiden Kindergärten erläutert der 2. Vorsitzende Daniel Heyn dem Nachwuchs die Geschichte der Fasnet.