Stress pur hatte die Narrengilde, galt es doch, den zahlreichen Besuchern einen putzmunteren Narro zu präsentieren, um die Hochmössinger Fasnet offiziell zu eröffnen.
Das gestaltete sich allerdings äußerst schwierig, machte der sonst doch so lebhafte Geselle „koin Muckser me“. Guter Rat war teuer, aber spontan ließ man den König von Mallorca nach Hochmössingen einfliegen, um den Narro wieder zum Leben erwecken.
Fehlanzeige allerdings, denn auch mit Mallorca-Hits ließ sich der edle Narr nicht locken, auch nur einen Schnaufer zu tun. Roberto, der brasilianische Sängerknabe vom Zuckerhut, blieb ebenfalls erfolglos. Seine Songs vom Karneval in Rio erreichten den Narro nicht, und er blieb steif und stumm.
Ein Kellner muss es richten
Die letzte Hoffnung setzten die Gildemänner in ein flottes Tanzmariechen. Sie erinnerte sich sofort an den Hochmössinger Narro und tanzte auf die Bühne. Küsschen hier, Küsschen da, aber wieder kein Erfolg.
Da musste es halt ein Kellner richten. Er servierte dem Narro einen kräftigen Schluck Bacardi, so dass der sich schüttelte, zu atmen begann und schließlich doch in altbewährter Weise über die Bühne sprang.
Die Fasnet ist gerettet
Die Hochmössinger Fasnet war gerettet, und mit einem dreifachen „Grotta Gosch“ wurde das vom Publikum gebührend gefeiert. Präsidentin Sabine Pfau war sichtlich erleichtert, und auch Oberndorfs Bürgermeister Matthias Winter und Ringpräsident Achim Seepold waren erfreut, dass Narro, Schantle und Grotta Gosch endlich auf die Bühne konnten, um das Brauchtum zu pflegen. Die präsentierten sogleich ihren Brauchtumstanz und zeigten sich beim Brezelsegen äußerst freigebig.
Gute Stimmung mit Garden und Guggenmusik
Die Teenie-Garden aus Beffendorf und Hochmössingen sowie die Tanzgruppen aus Epfendorf, Dunningen und Bochingen standen daraufhin in den Startlöchern, um die Menschen in der voll besetzten Hochmössinger Festhalle mit anspruchsvollen und flotten Tänzen auf die Fasnet einzustimmen.
Für Stimmung sorgten auch die „Pink Pämpärs“-Guggenmusiker aus Sulz. In einem grandiosen Finale stieg die Stimmung noch weiter, bevor die „Schwarzwaldbuam“ mit Tanz- und Unterhaltungsmusik zusammen mit Narren und Publikum eine gelungene Fasnetseröffnung in Hochmössingen ausklingen ließen.