Der Shantletanzbei der Eröffnung der Fasnetssaison. Foto: Jürgen Baiker

Die Empfinger Fasnetssaison ist eröffnet. Mit dem alten Brauch „Narreneinsammeln und Hexenwasserbrauen wurde dies der Bevölkerung kundgetan. Treff war am Tanzplatz.

„Narri-Narro. Jetzt isch soweit. Heit goht se los – dia Emfenger Fasnetszeit, so Klaus Warnke und Andreas Seifer. Und aus allen Ecken kamen die Hästräger. Zu allen Figuren gab es viel zu erzählen.

 

Danach begann die Zottlamusik mit dem Empfinger Narrenmarsch mit dem Einsammeln der Narren. Vom Tanzplatz ging es ein Stück durch die Horber Straße, die Schanzgasse hinab, die Mühlheimer Straße wurde überquert, ein kurzes Stück Mühlheimer Straße in den Kehlhof, wo sich alle auf dem kleinen Festplatz versammelten. An mehreren Plät-zen blieb die Zottlamusik stehen und sammelte unter den Klängen närrischer Blasmusik die dort wartenden Narren, viele in Orginal Empfinger Häs verkleidet, auf.

Narren verteilen sich um den Hexenkessel

Im Kehlhof angekommen verteilten sich die Narren und Gäste um den Hexenkessel. Im Kehlhof hatten die Hexen nach der Aufführung des Orginal E‘pfenger Schantletanzes einiges zu tun beim Hexenwas-serbrauen.

Das Holz unter dem Hexenkessel wurde entzündet, damit man das Hexenwasser auch brauen kann. Dazu wurde Wasser aus den verschiedenen Empfinger Brunnen in den Kessel geleert. „Man nehme Wasser aus dem Jörgenbrunnen. Dieses Wasser verhindert die Verkalkung des menschlichen Gehirns. Man verfeinere es im dem Wasser aus dem Schanzgassbrunnen, denn dieses Wasser sorgt für die nötige Verdauung über die Fasnet. Schütte noch Wasser aus dem Kloren Loch. Dieses Wasser sorgt für den nötigen Nachwuchs in der Gemeinde und eignet sich hervorragend zur Fortpflanzung. Dazu kommt noch Wasser aus dem Osterbach, damit das Hexenwasser seine nötige Würze bekomme“, so Hexenmeister Andre Hauser das Hexenwasserrezept erläuternd, welches praktisch umgesetzt wurde. Zum Brauvorgang führten die Hexen noch ihren Hexentanz auf.

Hexenrat befindet das Hexenwasser für gut

Danach wurde es zunächst vom Hexenrat gekostet und für gut befunden, bevor es an die vielen Gäste (als Schnaps) verteilt wurde. Vorab gab es noch einen alten Tanz der Saiwaldhexen.