Die Fasnet hat sich wieder als lebendige Tradition und Emotion, als fröhliches Zusammenkommen von Menschen gezeigt.
Laut schluchzend und in große weiße Taschentücher weinend zogen die Elfer Punkt elf Uhr ins Amtszimmer von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ein, um den Rathausschlüssel zurückzugeben. Die wieder so schöne Fasnet wirkte beim Zunftmeister Tobse Dold immer noch nach und so fasste er in poetischer Sprache seine Eindrücke aus den letzten Tagen zusammen. „Fasnet isch lebendig, lebendige Tradition, Fasnet isch Emotion. Alle feiern, lachen, tanzen, Menschen kommen zusammen und gehen auseinander mit einem Lachen. Friedlich und fröhlich, seit Jahren schon, Jung und Alt, arm und reich, Seite an Seite, lebendige Tradition. Die Welt braucht ein Zusammen und nicht nur ein Ich.“
Überraschung für die Elfer
Zur Tradition der Schlüsselrückgabe gehört es, dass die Hausherrin eine Überraschung für die Elfer vorbereitet hat. Und die hatte diesmal mit dem dem Schramberger Stadt-Logo zu tun, dem Greif. Der sei zwar imposant und seriös, habe aber eine absolut autoritäre Ausstrahlung und sei für den Tourismus nicht das Richtige, habe eine Werbeagentur analysiert.
Es brauche etwas Kreatives, Leichtfüßiges und Witziges, ein „Symbol für eine gute Zeit“. Und so kam es analog zur Hoorig Katz zum „Hoorig Greif“: Der verbinde Seriosität mit dem Leichten, Kreativen und Verspielten der Hoorig Katz. Um die Wirkung des Entwurfs in der Öffentlichkeit zu testen, hatte Eisenlohr Tattoos des Hoorig Greif fertigen lassen. Und sie bat Babara Goertz, diese sogleich an den Elfern als „Role Models“ anzubringen. Keiner drückte sich. Auch die anwesenden Pressevertreter wurden als Multiplikatoren nicht verschont. Eine Zeit lang verweilten die Elfer noch im Amtszimmer und sprachen dem Sekt zu. Einige wenige wollten allerdings lieber Kaffee nach den anstrengenden letzten Tagen. Dann zogen sie weiter zum traditionellen Fischessen, diesmal im Schraivogel.