Eine große Schar trauriger Narren trifft sich beim Gänseliesel-Brunnen in Blumberg zur Geldbeutelwäsche. Foto: Hans Herrmann

Leere Geldbeutel wurden in Blumberg im Brunnen gewaschen. Wolfgang Zimmermann ersteigerte den Narrenbaum. Ein positives Fazit gab es am Ende der Fastnachtskampagne.

Die Narren der Eichbergstadt haben mit Trauer von der Fasnacht 2025 Abschied genommen.

 

Doch die traditionellen Feierlichkeiten reichten auch noch bis in den Aschermittwoch hinein.

Am Fastnachtsdienstag gab es bei vollem Haus das Heringsessen, das von manch donnernden Botschaften des Fastnachtspredigers Thomas Alt begleitet wurde.

Nach einem ersten Schoppen in der privaten Vereinsstätte in der alten Lebek-Metzgerei von Eichberggeist Michael Schmieder machte sich das letzte Aufgebot am Aschermittwoch unter der Führung der Sitzungspräsidenten Torsten Mittelstädt und Daniel Band zur Geldbeutelwäsche am Gänseliesel-Brunnen auf.

Die leeren Geldbeutel wurden gewaschen und echter Katzenjammer war zu verspüren. „Die Fasnet rum, im Kopf ’ne Beule, die Geldbeutel leer, die Narren heule“, so das Narrenrat-Duo.

Dass ein Eichberggeist beim Narrentreffen in Riedböhringen unter hohem Blutdruck über den eigenen Fleischkäsewecken gestolpert ist, war einer der Nadelstiche beim Rückblick.

Große Schar an Bietenden

Auf dieses erste Ritual folgte ab 11.11 Uhr die Narrenbaum-Versteigerung. Die Marathonläufer mussten um die Wette rennen und bei der großen Schar der Bietenden mit dem Aufruf „Fufzig“ den schwer verdienten Obolus eintreiben.

Die Zylinder wurden aufgrund der vielen Angebote immer schwerer und den tapferen Geldeintreibern ging mit der Zeit merklich die Luft aus. Ciara Kuntz, Daniela Stöckle, Shana Feria, Amy Lengsfeld, Antonio Crispi sowie die beiden Kleinen, Emil und Paul Mittelstädt, sieben und elf Jahre alt, gaben wirklich alles. Endlich klingelte der Wecker und bereits zum dritten Mal in seinem langen Narrenleben ersteigerte sich die Kultfigur der Blumberger Burgpfeifer, Wolfgang „Simmerl“ Zimmermann, den bunt geschmückten Narrenbaum. Dieser wurde anschließend nach strenger Vorschrift von Stadtbaumeister Ralf Knöpfle mit gezielten Axtschlägen fachmännisch gefällt. Von seiner Truppe standen ihm Harald Schäfer sowie die Gärtnerin Elianne de Jong zur Seite.

Mit markigen Worten

Dieser Akt wurde vom Narrenratschef Torsten Mittelstädt mit markigen Worten eingeleitet: „Fertig aus, vorbei der Traum, Motorsäge an und ran an Baum“, war sein Befehl. Anschließend stand das gemeinsame Einsammeln des Narrenbaumschmucks im Mittelpunkt.

Nach dieser letzten Pflicht machte sich der weiter angewachsene Zug zum abschließenden Kneipengang in Blumberg auf.

Die Teilnehmer hatten Glück: Die eine oder andere Wirtschaft hatte in der Stadt nach einiger Suche doch noch offen. Bald war die Trauer vorbei und die erste Vorfreude auf die kommende Fastnacht zog ein. Für Carina Vetter aus dem Vorstandstrio der Narrengesellschaft war in der Kampagne 2025 alles gut verlaufen. „Es waren tolle Tage und alles hat gestimmt“, war ihr positives Fazit.

Das Ende der Fastnacht

Letzte Reserven
Bei der Fastnachtsbeerdigung am Dienstagabend in „Conrad's Restaurant“ sowie am Aschermittwoch bei der Geldbeutelwäsche am Gänseliesel-Brunnen und der Narrenbaumversteigerung am Rathaus 2 wurden bei der Narrengesellschaft noch einmal die letzten Reserven mobilisiert.