Narren und Zuschauer lassen sich ihren Narrensprung am Fasnetsdienstag nicht vom Regen verderben. Foto: Jasmin Cools

Regenwetter und eisige Temperaturen erwarteten die Narren und Zuschauer beim großen Narrensprung in Oberndorf. Sie waren trotzdem zu Hunderten gekommen – wir haben die Bilder.

Das hätten sich Narren und Zuschauer sicherlich anders gewünscht: Mit nasskaltem Wetter wurden sie am Dienstagmorgen beim großen Narrensprung in Oberndorf empfangen. Ins Bockshorn jagen ließen sie sich davon aber nicht: 1530 Narren strömten in die Stadt. Schließlich ist Fasnetsdienstag nur einmal im Jahr. 

 

Schon beim Rammeln am Montagnachmittag hatten Schantle und Fasnetfans dem widrigen Wetter getrotzt und sich vom strömenden Regen nicht aufhalten lassen. Ganz so unerquicklich schien es am Dienstagmorgen zunächst nicht, wenn auch im  weiteren Verlauf des Umzugs immer wieder Regen einsetzte. Aber: Die Oberndorfer sind keine Schönwetter-Narren und ließen sich vom wechselhaften Wetter nicht die Freude verderben.

Sicherlich mit eines der schönsten Bilder ist es, wenn der Narrensamen am Fasnetsdienstag Punkt 8.30 Uhr in der Lindenstraße aufbricht – reichlich nervös, aber auch voller Vorfreude, ganz allein narren und Süßes unter das Volk bringen zu können. 191 Nachwuchsnarren waren es in diesem Jahr. 

Reichlich Süßes hatten auch die 450  Hansel dabei, die – sichtlich unbeirrt vom Wetter – munter durch die Straßen der Oberstadt sprangen und mit ihren roten Schirmen  Farbtupfer setzten.

Damit  die Narren und die Musiker – sage und schreibe 750 waren es in diesem Jahr –  genug Platz hatten, sorgten sechs  Rössle-Reiter wie gewohnt für Ordnung an den Umzugsrändern.

Voller Denk- und Körpereinsatz bei den Schantle gefragt

Reichlich Brezeln auf ihren Stangen hatten die 280 Narros, die es kaum erwarten konnten, diese an ausgewählte Zuschauer zu verteilen. Manch einer musste dabei seine Fangqualitäten unter Beweis stellen – und scheiterte mitunter grandios dabei. 

Gleich darauf hinkten auch schon die  Schantle – sie bildeten mit 597 wieder die größte Gruppe – durch die Oberstadt. Die warzigen Gesellen hatten Orangen und Würste mitgebracht. Die gab es aber nicht einfach so. Ob Narrensprüche aufsagen oder nach der Wurst an der Angel schnappen: Die Zuschauer waren mit vollem Denk- und Körpereinsatz gefordert.

Und auch die Prominenz auf der Tribüne, vorneweg Bürgermeister Matthias Winter und die Erste Beigeordnete Dilek Akdeniz, musste zeigen, was sie konnte.

Eine Schreckenssekunde gab es, als sich ein Einsatzwagen des DRK auf der Kirchtorstraße seinen Weg durch den Umzug bahnen musste, um beim Alten Rathaus in die Pfalzstraße abzubiegen. Die Narren verstanden es aber, den Zuschauern danach wieder ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. 

Dafür wurden sie belohnt: Während die letzten Schantle vorbeihinkten, brach endlich die Sonne durch die Wolken – ein gelungener Abschluss des Narrensprungs am Morgen. 

Der schönste Tag für Oberndorfer Fasnetfans war damit aber noch lange nicht vorbei. Nach Narrentreiben in den Bars und Besen in der Stadt ging es erst zum Essen in die Wasserfallhalle – draußen verwandelte sich der  Nieselregen derweil für kurze Zeit erst in Dauerregen und schließlich in Schneeregen –  und dann zum Mittagssprung.