Die jungen Tänzerinnen bringen dank ihres Könnens die Halle in Stimmung. Foto:  

Wie einst funkelte und glitzerte die Altstädter Turnhalle beim TGA-Ball. Discokugel und Tetris versetzten die Besucher in den 80er-Jahre-Move.

Leggins, Schweißbänder, Stulpen, Neonfarben weit und breit, Männer mit der feinsten Dauerwelle, Frauen mit hochtoupierten Haaren und Föhnfrisuren – Hauptsache übertrieben und schrill präsentierten sich nicht nur die Sportler beim Programm, sondern auch die zahlreichen Besucher und Freunde der Turngemeinde Rottweil-Altstadt.

 

Wie aus dem schwäbischen Vorabendprogramm bekannt, führten Äffle und Pferdle durch das Programm.

Gleich zu Beginn brachten die jüngeren Mädels der D- und C-Jugend unter Leitung von Luisa und Emilia mit Footloose die Halle ordentlich in Stimmung. Wie im Film versprühten die Mädels mit ihren Hebefiguren, Turn- und Tanzelementen Begeisterung und brachten die Veranstaltung in Fahrt.

Legenden des Vereins

Die aktiven Turner gaben einen realistischen Eindruck in die vergangenen Jahrzehnte und präsentierten die Legenden des Vereins beim Bundesliga-Wettkampf. So duellierten sie sich im Bodenturnen oder am Barren erfolgreich. Das ein oder andere Auge blieb dabei nicht ganz trocken, und man erkannte sich selbst oder einen treuen Sportsfreund schnell wieder. Unterstützt wurden die Herren bei ihrem Wettkampf durch die Cheerleader der TGA.

Verletzung beim Gehen

Die E-Jugend legte nicht nur dank der pinken Kostüme und glitzernden Pompons einen stilsicheren Auftritt hin. Beim Tanz gaben Fußballer und Turner einen lustigen Einblick, wie sich Siegesfeiern im Vereinsheim abgespielt haben.

Ein Einspieler mit Bildern einer bekannten ortsansässigen Fachklinik eröffnete die Persiflage auf die Schwarzwaldklinik. Wer hätte es gedacht? Endlich gibt es eine Altstadtklinik. Und die hat dank der TGA ordentlich zu tun. Sei es Vorsitzender Tobias Seeger selbst, der auf die Expertise von Professor Brinkmann angewiesen ist, nachdem er sich beim Walking Football an der Achillessehne verletzt hat. Gefolgt von Mark Schinzel, der die neue Trendsportart ausprobieren wollte und merkte, dass man sich beim Gehen verletzt kann. Anders dagegen die jüngeren Patienten, wie Moritz Hugger, der den Mädels gern mit einen „Durchschlagssprung“ in der Luft imponieren wollte und anschließend selbst zu einem der vielen Patienten der Altstadtklinik wurde.

Dreck der Altstadtklinik weggetanzt

Genug von Gebrechen und Wehwehchen – die Mädels um Ines räumten ordentlich auf. Empört vom Dreck der Altstadtklinik putzen sie im Tanz die Bühne sauber. Nach getaner Arbeit durfte eine Party nicht fehlen. Also zeigten Jungs und Mädels vom Leistungsturnen, was sie im Training lernen und dass man dies gut in Tanzeinlagen verpacken kann.

Die TGA steht für nicht nur für erfolgreiches Turnen und Fußball, sondern auch für Innovation. Deshalb treffen sich regelmäßig Vereinsmitglieder zum Austausch, wie man die TGA weiterbringen kann. Ideen sprudeln. Es ist alles dabei – von Grasski über Après-Shisha-Bar bis hin zur dauerhaften Nutzung des Liftes am Dissenhorn für das Bobfahren. Dafür muss man sich fit halten, also wurde das Publikum zur Skigymnastik eingeladen.

Aerobic bis zum Abwinken

Und wen es bisher noch nicht von den Bänken geholt hat, den hat es beim letzten Programmpunkt erwischt. Die Turnerinnen heizten dem Publikum ein. Nicht nur das 80er-Jahre-Sportoutfit der Damen zog die Blicke auf sich. Die Aerobic-Gruppe präsentierte die damalige Trendsportart unter Leitung von Indra, sorgte für viele Zugaben und läutete eine feierlustige Nacht ein.

Neben den gut gelaunten Gästen, den großartigen Programmdarbietungen und der guten Musik von The Mantics sorgte das Team der Küche um Gudrun und Steffi für eine tolle Atmosphäre.