Marco Wagner (von links), Marc Wöbcke, Martin Markoc, Babi Kordis und Dirk Wöbcke stehen in Zollhaus am Straßenrand und sammeln Spenden für einen guten Zweck. Foto: Lukas Podolski

Die Gockel-Gilde Zollhaus sammelte mit einer besonderen Fasnetsaktion Spenden für einen gemeinnützigen Zweck.

Wer am Freitag durch Zollhaus gefahren ist, wird sie gesehen haben: Die Mitglieder der Gockel-Gilde Zollhaus standen an der Straße und baten die Autofahrer um Spenden.

 

Dabei bekamen die Autofahrer traditionell einen Spruch zu hören: „Laut Verordnung des Königs von Württemberg und des Großherzogs von Baden müssen wir heute, am 6. Februar anno 2026, für die Durchfahrt einen Wegzoll erheben“. Daraufhin konnten die Autofahrer freiwillig Geld in eine Sammelbüchse werfen. Vor der Weiterfahrt erhielten sie zudem ein Ticket, auf dem vermerkt ist, welchem Zweck der Erlös in diesem Jahr zugutekommt.

Die Geschichte dahinter

Den Ursprung hat die Aktion im Jahr 1996. Damals wurden erstmals Autofahrer bei ihrer Durchfahrt durch Zollhaus um Spenden gebeten. Seit 2011 gebe es die Aktion jährlich, erklärt Babi Kordis, Mitglied der Gockel-Gilde. Der geschichtliche Hintergrund reicht bis ins Jahr 1736 zurück. Zu dieser Zeit wurde im Zollhaus die erste Zollstation errichtet. Der neuzeitige Ansatz solle zugleich auf die angespannte Verkehrssituation aufmerksam machen.

Ziel der Aktion sei es, in der Vorfasnetszeit einen kulturellen Beitrag zu leisten . Der Erlös gehe wie jedes Jahr an eine soziale Einrichtung – in diesem Jahr an die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe in Schönwald.

Viel positive Resonanz

Während die meisten Autofahrer anhalten und die Aktion mit einer kleinen Spende unterstützen, gibt es vereinzelte, die durch lautes Hupen ihren Unmut deutlich machen oder kurz vor der Sperrung umkehren.

Die Gockel-Gilde reagiert entspannt auf diese Manöver. Wer es eilig habe, sollte darüber nachdenken, ob eine Tempo 20-Zone die richtige Straßenwahl ist.