Vor der Roßgumpenrutsche half „Bach watch“ – die neue Bezeichnung der Feuerwehr im Bach – den Zuberkapitänen, dass die Gefährte gut im Fahrwasser lagen. Foto: Dold

Strahlender Sonnenschein, ein optimaler Wasserstand und Tausende Zuschauer – bei der Da-Bach-Na-Fahrt in Schramberg herrschten traumhafte Bedingungen. Ungemütlich wurde es da nur für Fahrer, die im vier Grad kalten Kirchenbach landeten und „batsch-nass“ wurden.

Nicht nur das traumhafte Wetter lockte wieder einmal Tausende Zuschauer zur Da-Bach-na-Fahrt in Schramberg: Die Tribünen, Brücken und alle sonstigen Plätze, bei denen man noch einen Blick auf den Bach erhaschen konnte, waren lange vor dem Start um 13 Uhr gefüllt.

 

Mit den Rufen „Kanal-voll“, „Batsch-nass“ und „Furz-trocken“ stimmten die Moderatoren das Publikum schon mal auf das große Spektakel ein. Dann konnte es losgehen: Nach einem „Schwarzfahrer“, der Katze des FC Hardt, folgte mit Till Sauer der eigentliche Startfahrer im traditionellen Da-Bach-na-Fahrer-Kleidle mit Holzzuber. Sauer, laut den Moderatoren sonst immer ein Anwärter auf den „Batsch-nass“-Orden, blieb diesmal „furz-trocken“.

Das galt auch für die ersten drei Zuber, so dass die beiden Rettungsschwimmerinnen aus dem Team „Baywatch“ mit der Startnummer vier glücklicherweise nicht eingreifen mussten und sich auf ihre Fahrt konzentrieren konnten. Mit den kurzen Hosen wäre es ohnehin ungemütlich im vier Grad kalten Kirchenbach geworden.

Doch die Zuschauer bekamen natürlich auch noch das was sie sehen wollten, nämlich „batsch-nasse“ Kanalfahrer. So scheiterte etwa nicht nur die „Apollo 25 Mission Harry Cat“ von Michael Wald und Stefan Lamprecht, auch das Flugzeug zum Motto „Winzeln Airport verfehlt“ von Simon Kind und Daniel Schneider legte den einen oder anderen Absturz hin.

Andreas Hafner von „25 Johr mit Spaß – Batsch Nass“ machte dem Teamnamen alle Ehre und legte bei seinem Abgang vom Zuber sogar einen Bauchplatscher hin.

Stellenweise ohne Fahrer

Nicht alle gestrandeten Kanalfahrer stellten sich sogleich ihrem Schicksal, sondern versuchten alles, um doch noch „furz-trocken“ ins Ziel zu kommen. Die Feuerwehrleute im Bach halfen dabei manchmal etwas mehr, als den Moderatoren lieb war – schließlich sollten die Fahrer selbst ins kühle Nass steigen. Stellenweise fuhren aber auch Zuber ohne Besatzung „da Bach na“, so dass die Kommentatoren rätseln mussten, wo die Fahrer verblieben waren. Nach einiger Zeit kamen diese dann ihrem Zuber hinterhergeschwommen.

Auch Oberbürgermeisterin startet

Das galt aber nicht für die Startnummer 20b, den vom Publikum heiß erwarteten Zuber mit Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Tobias Kuhner. Der „Schramberger Rathausdrachen“ bezwang den Roßgumpen mühelos, so dass Eisenlohr dem Publikum zujubeln konnte, anstatt baden gehen zu müssen. Die Moderatoren hofften jedoch, dass die OBin doch noch freiwillig in den Kirchenbach springt.