Das Epizentrum der Fasnet in der Region lag am Wochenende ganz eindeutig in Tennenbronn. Die Ichbe-Hexen erwiesen sich als perfekte Gastgeber. Herausragend war der Umzug mit vielen, vielen Hästrägern, Fasnetswagen und Musikkapellen.
Vom Gersbach aus setzte sich der Umzug in Bewegung in Richtung Dorf – angeführt vom Musikverein Harmonie Tennenbronn. Im Schlepptau hatten sie die viel umjubelten Ichbe-Hexen. Die Gastgeber ließen sich nicht lumpen und präsentierten erstmals ihren neuen Fasnetswagen, der viele Hingucker hatte.
Bevorzugt junge Frauen waren die „Opfer“ vieler Narren: Sie wurden mit Stroh oder Konfetti versehen, sodass sie auch Stunden nach dem Umzug noch eine lebhafte Erinnerung daran hatten. Andere landeten gar in den düsteren und qualmenden Hexenwagen.
Viel Süßes ergattert
Viele Kinder, aber auch Erwachsene, schrien sich die Seele aus dem Leib, um etwas Süßes zu ergattern. Die Narren zeigten sich ganz und gar nicht geizig und versorgten die Besucher am Straßenrand mit „Gutsle“ und Süßigkeiten. Manche waren hingegen zufrieden, dass sie sich etwas Hochprozentiges von den Narren ersungen hatten.
Die Narrenzünfte der Umgebung zeigten allesamt Flagge. Solch ein Spektakel wollte sich niemand nehmen lassen. Die Schenkenhexen Schenkenzell waren ebenso vertreten wie die Schlierbach-Hexen Waldmössingen, die Heuliecher aus Mariazell oder die Mühle-Hexen Aichhalden.
Vom Sulgen gekommen waren Bära-Datza, Eckenmoorhexen, Berghexen, Schoren-Hexen und natürlich die Krattenmacher.
Lauterbacher bilden Abschluss
Das gut nachbarschaftliche Verhältnis der Tennenbronner Narrengruppen wurde deutlich an der Teilnahme der anderen Vereine: Erzknappen, Pfrieme-Stumpe, Kappelgeist, Linde-Wieble und Wurzelhexen flogen die Herzen ebenso zu wie den Hardter Katzen und Steinreute-Teufeln. Die Hexenzunft Rötenberg hatte ebenso ihre Fans wie auch die Hoorigen Hunde und Boschelwaldhexen aus Sulzbach, Nach den Hecke-Pfiefer Locherhof und den Glasbachhexen Buchenberg bildete die Narrenzunft Lauterbach den krönenden Abschluss eines grandiosen Umzugs.
Erstklassige Verpflegung
Die Besucher wurden erstklassig verpflegt, sei es im kurzzeitig wieder geöffneten Löwen beim Hallen-Förderverein, beim Babist im Gersbach, bei den Landfrauen im Pfarrsaal, im Narrendorf oder den zahlreichen weiteren Besen.
Danach war aber noch lange nicht Schluss. In der Halle kamen vor allem die Kinder auf ihren Kosten bei Tänzen des Nachwuchses der Wurzelhexen, der Ichbe-Hexen, der Katzenzunft Hardt oder der Hoorigen Hunde Sulzbach.