Zunftpräsident Timo Bossenmaier (vorne liegend) sowie die Mädchen der Tanzgruppen „One Step“ und „Two Step“ samt ihren Leiterinnen Colien Steinwand, Lena Schuklies und Stefanie Frank hatten angesichts ihrer Erfolge Grund zum Jubeln und Strahlen. Foto: Fahrland

Die Narrenzunft Sigmarswangen lässt sich für 30 Jahre ordentlich feiern. Feierfreudige Unterstützung erhält sie dabei auch durch die Showtänze der Gastzünfte.

Der Mofängerball am Rosenmontag zählt zu den Höhepunkten im Terminkalender der Narrenzunft, doch im Jahr ihres 30-jährigen Bestehens waren Partystimmung und Glamourfaktor besonders hoch.

 

Viele Anwesende setzten bei der Kostümierung mit Glitzerstoffen, Pailletten, Blinklichtern und LED-Lichterketten das Jubiläumsmotto „Let’s glow crazy – seit 30 Jahren strahlen wir!“ um.

Ein närrischer Jungbrunnen

Zu Beginn des Abends präsentierten sich Narrenräte und Hästräger in ihrer ganzen Pracht. Zunftpräsident Timo Bossenmaier strahlte aus vielen Gründen mit den Mofängern um die Wette: In der Begrüßung blickte er dankbar auf das Jubiläumswochenende zurück und dankte allen Unterstützern, die auf jedwede Art zum Gelingen beigetragen hatten.

Der Verein sei ein wahrer Jungbrunnen, denn so manches Gründungsmitglied springe bei den Umzügen noch mit. Auch auswärts habe man „jedes Wochenende Vollgas gegeben“. Mit großem Stolz blickte Bossenmaier auf 34 Mitglieder der hiesigen Garde und Tanzgruppen und den ersten umjubelten Narrentanz von Mofängern und Stoagwaldmale in der Zunftgeschichte, dessen Beibehaltung er sich sehr wünschte.

Ein listiger Mondraub

Im Dorfklatsch enthüllte er neben anderen Missgeschicken auch Anekdoten des Jubiläums. So wurde versehentlich ein Namensvetter von Tim Geiser als DJ telefonisch in die Bar abkommandiert, als der richtige noch im Umzug unterwegs war. Ein Riesentopf Chili con Carne schmeckte den Aufbauhelfern dank Tiefkühler auch aufgewärmt noch lecker, denn die Köchin hatte sich im Termin vertan und war viel zu früh dran.

Die Garde sowie die Nachwuchstanzgruppen „One Step“ und „Two Step“ lösten ebenso euphorischen Jubel aus wie der Showtanz von „Step by Step“. Er erzählte von einer listigen Mondräuberin, die von kessen Polizistinnen mittels Razzia zur Strecke gebracht wurde. Den Fahndungserfolg feierte man in bester Showtanzmanier im Glitzeroutfit. Ein Narrenkleid, ein Spanferkel und acht weitere Preise wurden bei der Tombola ausgelost.

Teenie-Garde „zeigt die Welt“

Das weitere Programm wurde bestimmt von den Showtänzen der Gastzünfte, den Stimmungs-, Tanz- und Schunkelrunden des unermüdlichen Amazonas-Duos, der auf Party gepolten Guggenmusik „Pink Pämpärs“ aus Sulz, Fan-Gesängen im Saal und dem Barbetrieb im hinteren Teil der Halle. Alles zusammen trieb den Lärm- und Stimmungspegel in ungeahnte Höhen.

Auf gewohnt hohem Niveau bewegten sich die Showtänze aus Vöhringen. Eine wahre Pracht war die Kombination aus Motivation, Können und aufwendiger Kostümierung der Teenie-Garde, die zum Ende ihrer Bühnentour 2026 von „Komm, ich zeig Dir die Welt“ erneut alle Register zog.

Männertanz und Duschlied

Gleiches galt für die Choreografie der Großen Garde im „Reich der Amazonen“. Die „Kriegerinnen der Antike“ verfügten über scheinbar endlose Ausdauer, erreichten mit ihren Pyramiden mehrfach die Hallendecke und wurden frenetisch gefeiert.

„Tief im Ozean“ bewegten sich die frech-frivolen Garnelen vom Männertanz Fischingen samt Neptun und Meerjungfrau, die das Duschlied der „Miss Waikiki-Wahl“ aus Bully Herbigs Kinohit „Traumschiff Surprise“ als Zugabe wählten.