Narrenboss Daniel CC Rühle und seine Mannen haben in Zimmern die Regentschaft übernommen. Mehr 500 Zuschauer wohnten am Valentinstag dem Spektakel bei.
Auch wenn der Wettergott den Narren mächtig zusetzt, haben sich die Zimmerner nicht verdrießen lassen und die Übergabe der Ortsgewalt vom Festhallenvorplatz kurzerhand in die Turn- und Festhalle verlegt. Das närrische Publikum wusste das zu schätzen und strömte in Massen.
Gut 500 Besucher hatten ihren Spaß am zweieinhalbstündigen Programm, das die Narrenzunft um Narrenboss Daniel CC Rühle auf die Beine gestellt hatte.
Verkehr ist „Supergau“
Trotz Regens holten Rühle und sein Trupp Bürgermeisterin Carmen Merz mit Ausschellern und Musikverein am Rathaus ab und machten klar: Trotz Amore am Valentinstag lassen sie bei der Rathauschefin keine Gnade walten. Widerstand leistete die Rathauschefin kaum, freute sie sich doch eher auf ein paar freie Tage. An der Halle warteten die Boomsteller um Karl-Heinz Zimmer bereits, um den Narrenbaum aufzurichten.
In der Halle ging es dann Schlag auf Schlag. Die Ausscheller riefen nicht nur die neue Fastnachtszeit aus, sondern grüßten die Mutterzunft „aus der Reichsstadt voller Unvernunft“. „Für die anstehende Landesgartenschau gibt’s verkehrstechnisch den Supergau“, die neue Parksituation sei grandios, „kei Sau kauft da mehr Hemd und Hos“, reimten sie.
Rettungsschirm und Sparplan
Bevor sie sich in die Auszeit verabschiedete, hatte Carmen Merz sich noch etwas Besonderes für die neue Obrigkeit ausgedacht: Einen Rettungsschirm für die Narrenzunft. Grund dafür? Das Minus von 120 Euro in der Kasse der Zunft. Sogar eine Spendendose hatte sie gebastelt und bettelte mit dem Slogan „Jeder Euro hilft“ . Man höre „Klagen weit und breit, von größter finanzieller Not und Leid“, betonte die Rathauschefin, die helfen wolle.
„Drum habe ich euch ganz wohlbedacht den Rettungsschirm gleich mitgebracht“, sagte sie und zog den Schirm, der mit allerlei Scheinen behängt war, hervor. Sie machte aber auch klar, dass sich die Zunft selbst helfen müsse und präsentierte einen Sparplan. So könnten die Narren fürs Abstauben Gebühren verlangen.
Rat und Rosen
Im Anschluss berichtete Theo Böhne vom Bulldogausflug der Zunftmannen und manches Missgeschick. Dann moderierte Pasi die einst so beliebte Fernsehshow „Herzblatt“. Ursel Kammerer und Seba Pfahler waren die Glücklichen, die sich aus drei Anwärtern den richtigen aussuchen durften. Das Publikum war bestens unterhalten, vor allem als sie die Susi, die sonst immer nur als Stimme aus dem Off zu hören war, leibhaftig kennenlernen durften. In Highheels, knallrotem Kleid und Perücke hatte Susi alias Fabi Maier die Lacher auf ihrer Seite.
Zum Abschluss traten die Frauen des Ausschusses auf und hatten so manchen Tipp für ihre Männer parat. Und da Valentinstag war, durften die Rosen nicht fehlen. Nach dem Programm feierte das närrische Publikum bei der Hallenfastnacht bis in die Nacht weiter.