Dicht an dicht sitzt das närrische Publikum beim Maschkerer-Abend im Wellendinger Gasthaus Adler. Verschiedene Gruppen servieren dabei Missgeschicke und Anekdoten mit viel Humor und Lokalkolorit. Foto: Riedlinger

Hoch her ging es am Freitag beim Maschkerer-Abend der Narrenzunft, als Themen-Gruppen durch die Lokalitäten und manche Bürgerhäuser zogen.

Der „Adler“ war brechend voll besetzt. Schon zu Beginn hatte sich hier ein weiblicher Osterhase in den Gastraum verirrt, um von vielen Mißgeschicken zu berichten.

 

Musikalischen Schwung brachte eine Gruppe weiblicher Showstars: „Der Weg nach Frittlingen ist wieder frei – Oh Happy Day! Die Hose passt nicht mehr, ich habe einfach eine Größe größer bestellt – Oh Happy Day! Mein Mann schnarcht jetzt wieder – No Happy Day!“

Platz und Geld für die neue Schirmbar

Schlechte Nachrichten hatten zunächst „Die Zwei mit der Schirmbar“, denn die sei explodiert, sangen sie voller Inbrunst und hatten den Vorschlag, man könnte doch auf dem Brunnenwasen eine neue Schirmbar aufstellen. „Wenn das die Gemeinde bezahlt, dann zahlen wir halt Pacht – und machen jeden Tag Party bis es kracht!“ Sie plauderten aus dem Nähkästchen, dass der Schultes mit den gefällten Bäumen vom Schloßplatz jetzt den Damen im Rathaus einheize. Sie riefen um Spenden für Schultes Thomas Albrecht auf und sangen mit dem ganzen Saal: „Eine Mark für Tommi, kann d’Schirmbar nicht bezahlen – zum ersten Mal ist Ebbe im Rathaus-Portemonnaie. Füttert unser Sparschwein, denn wir zwei leiden Qualen – eine Mark für d’Schirmbar, denn Tommi der ist blank!“

Jede Menge zu erzählen hat die Gruppe Küchenfee

Eine Menge zu erzählen hatte auch die Gruppe Küchenfee. Sie hatten einen kleinen Miniatur-Küchenherd mit dabei und gaben so manches Rezept zum Besten.

Dann war da noch der mobile Friseursalon „Vier Haareszeiten“. Sie gaben sich ganz cool und verkündeten, sie hätten ja erst zweimal Haare geschnitten – dafür hätten sie aber eine gute Versicherung. Sie ließen es sich zum Vergnügen der Zuschauer nicht nehmen, sofort ein Opfer aus der Mitte der Gäste auf Läuse zu untersuchen. Musikalisch ließen sie sich ebenfalls nicht lumpen. Vom „Bart-Lied“ über „Zehn nackte Friseusen“ bis zu „Du hast die Harre schön“ intonierten sie verschiedene Melodien und zogen alles durch den Kakao, was bei den dicht an dicht sitzenden Zuhörern im „Adler“ hervorragend ankam und für prächtige Stimmung sorgte.

Wie hatte doch die Oh-Happy-Day-Gruppe gesungen: „’s isch Fasnet, ’s isch Fasnet, ’s isch endlich wieder Fasnet!“