In der Gemeindehalle in Weiler fand das Häsabstauben bei den Schoaf-Hexen zu Beginn der Fasnet statt. 18 neue Hexen wurde die Taufe zuteil. Eine Überraschung gab es zudem.
In der voll besetzten Halle hieß Vorsitzender Uwe Gönner nahezu alle 114 Erwachsenen und 67 Kinder willkommen.
Viel Arbeit gab es daher für den Narrenrat beim Abstauben. Unter ihren strengen Augen wurde der ordnungsgemäße Zustand der Häser überprüft. Es gab lediglich kleinere Beanstandungen.
Zum Zeichen, das alles seine Richtigkeit hatte, bekamen sie einen Wedel in Form eines kleinen Fellstückes. Dieses wird an ihren Treibstock geheftet.
Was auffallend bei dem Prozedere war, das ganze Familien Mitglieder bei den Schoaf-Hexen sind. Für elf „Greenhorns“ gab es im Anschluss den ersten Auftritt. Die Hexen im Wartestand stellten sich vor und durften anschließend die Sage der Hexen vom Schoafbock vorlesen. Fragen zu den Hexen mussten auch beantwortet werden.
Uwe Gönner und seine Stellvertreterin Michaela Klein waren mit dem Ergebnis zufrieden. Im nächsten Jahr erhalten sie nach bestandener Probezeit die Hexentaufe. Für die jungen Hexen gilt es auch als Test, ob sie selbst eine vollwertige Hexe werden wollen.
Viel Publikum am Dorfbrunnen
Für 18 neue Hexen ging es in Reih’ und Glied aneinander gekettet zum Dorfbrunnen bei der Kirche. Hier hatten sich trotz zweistelliger Minusgrade rund 200 Personen eingefunden, um die Taufe mitzuerleben. Zu dem Prozedere gehören Weihrauch, ein spezielles Essen und ein passendes Getränk. Mit etwas Überwindung schafften es alle, diese Aufgabe bei der Taufe mit Bravour zu bestehen.
Wieder in der warmen Gemeindehalle hatten die Verantwortlichen eine Überraschung für ihre Mitglieder bereit. Florian Weisser, Matthias Murer, Mario Bach, Benjamin Manzek und Kevin Haller hatten sich Gedanken gemacht, eine schon einmal dagewesene Figur wieder zum Leben zu erwecken.
Figur des Schoafbock
Eileen Gönner, die hier moderierte, und die Anwesenden bekamen nun Antworten auf Fragen, wie diese Idee umgesetzt wurde. Kevin Haller blieb die Ehre zu Teil, als erster die die Figur des Schoafbock vorzustellen. Besonders die aufwendig geschnitzte Maske ist hier hervorzuheben. Diese Figur soll als Ergänzung zu den Hexen dienen.
Mit einer besonderen Darbietung warteten die jungen Männer der Landjugend auf. Sie führten in einer äußerst gelungenen Choreographie ein Männerballett auf.
Für die Schoaf-Hexen beginnt nun eine kurze, aber sehr intensive Zeit mit Besuchen bei befreundeten Zünften bei deren Bällen und Umzügen.