Mit Urkunde (von lnks): der Fördervereinsvorsitzende Martin Beuter, Pia Jatzkowski von der Stadtverwaltung und Heiko Bodenmüller vom Förderverein zum Erhalt der Wendelinskapelle. Foto: privat

Ein buntes Programm wurde am Samstag im fast ganz vollen Weildorfer Hagastall geboten, als dort das Jubiläum „60 Jahre Sportlerball“ über die Bühne ging.

Der Weildorfer Sportlerball wird dort übrigens seit 1986 im Hagastall veranstaltet, zuvor fand es im Gasthaus „Adler“ statt.

 

Passend zum Jubiläum trugen viele Gäste Hüte mit Geburtstagstorten drauf oder T-Shirts mit den entsprechenden Gratulationsaufdrucken.

Banner und ein Holzschild wiesen ebenfalls auf das Jubiläum hin. Die Anwesenden waren in bester Feierlaune und hatten bei ihren Outfits nicht mit witzigen Ideen gespart: Neben Hippies und Lumpen bevölkerten Discokugeln oder lebende Aperol-Spritz-Cocktails die Szene.​

Sogar Gäste aus Ulm

​Moderator Harald Schädle begrüßte nicht nur Narrenvolk aus Weildorf, Bittelbronn, Gruol, Owingen oder aus der Kernstadt – es hatten auch Gäste aus Dautmergen, Rangendingen oder sogar Ulm den Weg zum Sportlerball gefunden. Zudem waren Mitglieder des Fanclubs von Alleinunterhalter „Fritz, der Neckarbua“ aus Villingen-Schwenningen anwesend. Fritz spielte den ganzen Abend immer wieder auf und unterhielt mit Hits wie „Rock mi“ oder „Anton aus Tirol“.​

Harald Schädle dankte allen, die den Sportlerball so lange am Leben gehalten haben, in anderen Ortschaften gebe es solche Events gar nicht mehr. Nach der Eröffnungsrede folgte der Tanz der Jungstörche, die zu „Nur geträumt“ oder „Ab in den Süden“ mit einer tollen Choreographie und schönen Hebefiguren aufwarteten und viel Beifall erhielten, so dass eine kleine Zugabe fällig war.​

Modische Unterhosen

​Anschließend fand im Hagastall eine witzige Modenschau mit Moderator „Jean-Pierre“ (mit aufgeklebtem Schnurrbart und französischem Akzent) statt. Drei lustig kostümierte „Models“ traten auf die Bühne und zeigten, dass lange, weiße Männerunterhosen in vielerlei Hinsicht zu verwenden sind – beispielsweise als Schals, Servietten, Boleros und sogar als Kopfbedeckung.

Die Schnorchel-Huaschter aus Hechingen sind mittlerweile Stammgäste beim Sportlerball in Weildorf.  Foto: privat

Gerold Huber stieg am Samstag anlässlich des Jubiläums noch einmal in die Bütt. Und zwar als etwas tüdeliger Greis, der so einiges durcheinanderbrachte. So machte er beim Fasnetsruf aus „Schwarze Peter“ kurzerhand „Weiße Peter“. In seiner Rede nahm er die Sparpolitik von Bürgermeister Heiko Lebherz aufs Korn. Was die verkürzte Brenndauer bei der Straßenbeleuchtung betreffe, sei Weildorf Vorreiter in der Stadt, in der Edelmannstraße gebe es derzeit nämlich gar kein Licht.

​Harald Schädle mit lustigen Anekdoten

​Harald Schädle wartete anschließend mit Anekdoten rund um die örtlichen Vereine und Privatpersonen auf und nahm Ortsvorsteher Armin Hipp, den Vereinschef des SVW, Julian Hipp, oder die Jägergemeinschaft aufs Korn. Die Guggenmusik „Schnorchel-Huaschter“ aus Hechingen, originell kostümiert wie die Figuren aus der Kinder-TV-Serie „Biene Maja“, gratulierte dem Geburtstagskind mit einem gesungenen Ständchen und überreichte als Geschenk einen symbolischen Birnbaum, auf dass es dem Verein immer gut gehen möge.

Gerold Huber betrat auch wieder einmal die Bütt. Foto: privat

Die Frauen und Männern der Tanzgruppe wiederum waren als Akteurinnen aus den 1960er-Jahren mit Petticoats beziehungsweise schicken weißen Hemden und Fliegen verkleidet und ließen in ihren Auftritt die vergangenen 60 Jahre Sportlerball Revue passieren. ​

Für den fetzigen Abschluss mit Titeln wie „Wir haben noch lange nicht genug“, war die Guggenmusik „Weildorfer Notenquäler“ zuständig.