Bei der Partynacht zur Fasnetseröffnung gaben sich Garden und Showtanzgruppen auf der Bühne die Klinke in die Hand. Die heimische Boygroup „TTT“ durfte den lautesten Geräuschpegel für sich beanspruchen.
Pünktlich wie die Maurer marschierten um 20 Uhr die Hästräger der gastgebenden Narrenzunft auf die Bühne. Narrenpräsident Manuel Häring freute sich angesichts des 90. Geburtstags der Zunft auf einen glanzvollen Fasnetsauftakt, wozu durch die Zusagen von Garden und Showtanzgruppen aus der Nachbarschaft und näheren Umgebung beste Voraussetzungen vorlagen.
Von Beginn an präsentierten sich die auftretenden Gruppen in Höchstform und bewiesen hinsichtlich Mottos und Kostümierung viel Kreativität. Die Begeisterung von Moderator Stefan Wolber über die gezeigten Leistungen der Bühnenakteure schwappte sofort auf die Besucher über und so herrschte in der Kastellhalle Party-Stimmung.
Starke Boxerinnen
Und die Kleinsten waren die Größten. Die Mini-Garde der „Goarnete“ zauberte mit ihrem Tanz den Samba aus Rio de Janeiro auf die Bühne. Darauf flogen die Fäuste von der Teenie-Garde der Speckmockelzunft Bösingen, die sich als Boxerinnen ganz stark fühlten. Als Hipp-Hopperinnen kam die Gruppe „All in“ aus Winzeln in die Kastellhalle.
Die Mädels der mittleren Garde Waldmössingen blickten gespannt in Glaskugeln und fühlten in ihren bunten orientalischen Kleidern „Die Magie in der Luft“ (Originalsong übersetzt).
Auf ihrer langen „Route 66“ verbreitete die Showtanzgruppe „No Limit“ aus Mariazell auf ihren fiktiven Harleys ein Stück Abenteuer, Freiheit und Aufbruchstimmung. Tanz, Akrobatik und stimmige Choreografie vereinigte die Zunftgarde der „Grotta-Gosch“ bei ihrem Auftritt zu einer Einheit.
Die Brandhexen aus Winzeln bewiesen bei Pyramiden, Hebefiguren und akrobatischen Kunststücken Fitness. Als Cowgirls machten die Mädels der Holzäpfel-Garde Dunningen in jeder Hinsicht eine gute Figur. Sie kombinierten mit dem Rednex-Titel „Cotton Eye Joe“ Country-Musik mit Eurodance und brachen manchem Gast das Herz.
Tänzerische Weltreise
Auf eine tänzerische Weltreise, gespickt mit turnerischen Elementen auf hohem Niveau, von Lauterbach nach Rio de Janeiro, New York, Paris und wieder zurück in die Heimat der Stumphos nahm die „Discovery“ des TSV Lauterbach das Publikum mit, das nicht mit Applaus geizte. Mit der Garde aus Boll und den „New Delight“ des Athletenvereins Sulgen erlebten die Besucher zwei Formel-1-Rennen. Deutlich lauter stieg der Geräuschpegel an, als die Boygroup „Tripple T“ (The Tap Tornados) des SV Waldmössingen an der Reihe war. Die Jungs ernteten mit kreisenden Hüften, wackelnder Pos und passender Performance bei weiblichen Fans gellende Pfiffe und wildes Gekreische der Anerkennung. Aber auch die Zunftgarde Bochingen wusste mit ihrem Kubanischen Tanz zu überzeugen, ehe die große Garde der Narrenzunft Waldmössingen in die steinzeitliche Welt von „Narnia“ zurückkehrte. Sie setzte den Schlussakkord unter ein dreistündiges Unterhaltungsprogramm, das jedes Auge in seinen Bann zog.
Danach gehörte den DJ’s das Kommando. Mit ihrem Musikmix lockten sie Tanzbegeisterte auf die Bühne und auch in der Bar und in der Halle wurde noch lange nach Mitternacht den Auftakt zum 90-jährigen Bestehen gefeiert.