Der Ebner-Clan sorgte als alpenländische Stubenmusik beim Fasnetsumzug in Pfaffenweiler für Unterhaltung. Foto: Willi Zimmermann

Jede Menge Ideen hatten die Narren in Pfaffenweiler, Tannheim und Weilersbach.

Der Umzugsweg in Pfaffenweiler ist nicht allzu groß, die Zahl der teilnehmenden Gruppen überschaubar, die Zuschauermenge bei dem Wetter weitaus größer als schon bei Kaiserwetter.

 

Es vergeht aber trotzdem einige Zeit, bis die Mäschgerle in der Festhalle ankommen. Das liegt in erster Linie daran, dass Narren und Zuschauer sich mit großem Hallo begrüßen, einander das Motto verklickern und miteinander auch mitgebrachte Wässerle verkosten.

Allen voraus der recht zahlreiche Rolli-Some. Gleich dahinter unüberhörbar der Trommler-Huufe, der sich auch alle Zeit nahm, Kontermarsch zu üben. War aber dieses Mal nicht die einzige Musik. Als alpenländische Stubenmusi ließ der Ebner-Clan die Zuschauer mit erwärmenden Weisen zurecht das unwirtliche Wetter vergessen.

Die Landfrauen gingen in diesem Jahr als Wolfbach-Hexen (keine neue Zunft) uf d’ Gass, natürlich mit allen Verkostungsvarianten in fester und flüssiger Form. Bleu Blanc Rouge, Oh Champs Elysée sang der Kirchenchor und brachte von seiner Fronkraisch-Reise die ganze Spzialitäten-Palette von Baguette, Fromage bis Vin Rouge mit, so dass niemand auf ein Vesper in der Halle waren musste. „Mir sind rosa“, vier rosa Wolfbach-Rolli von Kopf bis Fuß und rosa beschirmt sahen alles durch die rosa Brille. Sogar das verteilte Glücks-Entchen war rosa farbenfroh.

Tannheim

Den kleine, aber feine Fasnetsumzug auf dem innerörtlichen Rundkurs wollte sich des strömenden Regens in Tannheim fast niemand entgehen lassen. Angeführt wurde der Umzug von der Musikkapelle, dahinter folgten der Osemali-Chef mit seinen Garden, den Narreneltern, dem Zunftrat und die Hästräger der Osemalizunft. Nach diesem närrischen Vorspann folgten die Fuß- und Wagengruppen der Tannheimer Gruppen, die sich wieder einiges einfallen ließen. Wer so alles teilnimmt, erfährt man erst, wenn man am Umzugsweg steht.

Das sind die Panzerknacker von Gelsenkirchen beim Tannheimer Fasnetsumzug. Foto: Will Zimmermann

Dem strömenden Regen trotzten nicht nur die zahlreichen Zuschauer, sondern auch: Die Panzerknacker von Gelsenkirchen (Rotes Kreuz) verteilten Geldscheine und Schokoladen-Euros, denn „Wir haben zu viel erwischt – wir geben gerne ab“.

Die in Villingen ausverkauften Schwarzwald-Maries gibt es in Tannheim noch, und sie verteilten ihre Wässerles. Die Osemali-Damen fordern eine Packstation für Tannheim, den „die Poscht ist zuverlässig unzuverlässig“, behaupten sie, außer uf de Ralf, der bringt alles, wenn er es bekommt. Mit der Osemali-Jugend geht es zum Surfen in die Badewanne (Baywatch). Ein „Wilder Haufen“ startet eine Rakete und fliegt zum Mond, mit viel Getöse und Feuerwehr. Einige Bürger gingen als Budget-Komitee uf d’ Gass und gaben auf Handzetteln Tipps, wie man in Tannheim die um zehn Prozent gekürzten Vereinszuschüsse in Tannheim umsetzen kann. Der Gruppe Gruella De Vil sind ihre Hunde abgehauen und müssen wieder eingefangen werden, frei nach dem Film 101 Dalmatiner.

Weilersbach

Einen kleinen, aber feinen Umzug boten die „Willerschbacher Epfelschittler“ den doch zahlreich erschienen närrischen Zaungästen am Straßenrand. Und das Wetter spielte mit, so hat es wenigstens während des Umzugs nicht geregnet. Zu Gast waren zehn Zünfte, nicht mitgerechnet die Gastgeber mit Musikkapelle.

Die Willerschbacher Epfelschittler luden zum 21. „Rum und Num Umzug ein. Foto: Gertrud Hauser

Zum ersten Mal dabei war die „Kunterbunt Band“, die natürlich die „Willerschbacher Nationalhymne“ spielte: den Epfelschittlermarsch. Immer wieder im Weilersbach sind die Lupfehänsele aus Durchhausen mit ihrem Flecklehäs, der D’Schua-Marei“ und den Burgwächtern.

Ebenfalls sind die Schwenninger Wickinger immer gerne zu Gast beim Rum und Num Umzug, sie begeisterten mit dem Feuerspucken.

Auch die Weilersbacher Ammelbach-Hexen waren in großer Zahl mit dabei. Neben weiteren Gastzünften kam natürlich die Obereschacher Gayser-Gilde, die in großer Zahl mit der Obereschacher Musikkapelle nach Willerschbach kam, mit dabei ihren übergroßen Gayser-Knochen. Nach dem Umzug wurde weiter in den Besenwirtschaften entlang der Umzugsstrecke und in der Glöckenberghalle wie auch im „Löwen“ zünftig Fasnet gefeiert.