Die große Nacht der Zünfte: Die Vollmaringer Narrenzunft feiert einen spektakulären Zunftball.
Fliegende Hexen, Kampf im Wilden Westen, eine Retrofahrt auf dem Moped – und vieles mehr waren spektakuläre Programmpunkte bei der großen Nacht der Zünfte beim Zunftball der Narrenzunft Vollmaringen. Beeindruckende Tanzeinlagen ebenso wie witzige Sketche zogen dabei die Gäste in ihren Bann und sorgten dafür, dass der Abend wie im Flug verging.
Das Programm des Abends läuteten die rasanten Rennfahrer der Jugendshowtanzgruppe der Narrenzunft Vollmaringen ein. Zehn junge Tänzerinnen und Tänzer brachten in glitzernden Rennfahrerkostümen ihr tänzerisches Können auf die Bühne und belegten klar, dass die Zukunft des Showtanzes in Vollmaringen gesichert ist.
Hund Magic wird zum Talent des Abends auserkoren
Nach gemeinsamer Begrüßung mit Zunftmeister Wolfgang Stein führte Moderator Roland Schnell in bewährter Professionalität durch das Abendprogramm. Die Showtanzgruppe der Narrenfreunde Seebronn tanzten durch den wilden Dschungel Afrikas wohingegen die Fruchtmaale der Narrenzunft Vollmaringen in zünftiger Tracht mit Lederhose und Dirndl auftraten und das Publikum mit fetzigen Songs zum Mitklatschen und Mitsingen brachten.
Bei der Parodie auf die TV Show „Das Supertalent“ luden die Vollmaringer Teufel drei Talentgruppen ein, die ihr Können amüsant unter Beweis stellten und von der kritischen Jury nacheinander bewertet wurden. Nach den grazilen Flamingos, die sich der Challenge, lange auf einem Bein stehen zu können, stellten, und den Synchronschwimmerinnen, die auch ohne Wasser ihr Können zeigten, entschied sich die Jury für Hund Magic mit erstaunlich menschlichen Zügen, der zum Talent des Abends auserkoren wurde.
Showtanzgruppe erzählte die Geschichte des jungen Entdeckers
Den Beweis, dass Hexen tatsächlich fliegen können, erbrachten die Hexen der Narrenzunft Jettingen – und dies in verschiedenen Varianten: zu zweit, in kleinen wie in großen Gruppen flogen die Hästräger mit langen wehenden Haaren in allen Himmelsrichtungen über die Bühne, und das in voller Montur mit Maske, was eine zusätzliche und besondere Herausforderung darstellt. In ferne Welten entführten die Showtanzgruppe und das Männerballet der Vollmaringer Narrenzunft: Die Showtanzgruppe erzählte die Geschichte des jungen Entdeckers und der Tochter des Ureinwohnerstammes nach, deren Liebe zunächst bedroht wurde, dann aber glücklich endete.
In den Wilden Westen entführte das Männerballet die Gäste und brachte Indianer und Cowboy, Trapper und Sheriff auf die Bühne, die in wilden Tanzeinlagen das Leben im amerikanischen Westen darstellten. In die Retrowelt der Mopedliebhaber wurde das Publikum durch die „Schälripple Bad Imnau“ mitgenommen. Stilecht mit Mopedfahrt inklusive Unfall, in Siebzigerjahre Sportsdress und als Bierflaschen verkleidet vollführten sie einen unterhaltsamen Tanz auf der Vollmaringer Programmbühne.
Den Neckar in „Golf von Vollmaringen“ umbenennen
Einen fetzigen Punkt zum Abschluss des Abendprogramms setzte die „Lombakapell“ aus Hailfingen, die die Halle mit Schunkelrunden und schwungvollen Rhythmen zum Toben brachte. Das Duo „Axel L. und Romina“ sorgte mit Keyboard und Gesang auch in diesem Jahr für abwechslungsreiche Tanzrunden und stimmungsvolles musikalisches Entertainment während der Pausen und nach dem offiziellen Programm, so dass die Gäste auch selbst das Tanzbein schwingen konnten.
Beim Zunftmeisterempfang dankten der Vollmaringer Zunftmeister Wolfgang Stein und Ehrenpräsident Manfred Wirth den Gastzünften für deren Besuch beim Zunftball 2025. Die verschiedenen Zunftmeister dankten wiederum mit amüsanten Wortbeiträgen für die Einladung. Ortsvorsteher Daniel Steinrode sprach den neuen politischen Kurs in Vollmaringen an: man werde Seebronn kaufen, Jettingen und Bad Imnau übernehmen und den Neckar in „Golf von Vollmaringen“ umbenennen. Die Gastgeschenke der teilnehmenden Zünfte werden von der Narrenzunft an den Sportverein Vollmaringen gespendet und kommen dem neuen Inklusionsspielplatz zugute.