Ismael Vaquera befreit die Hexe vom ärgsten Staub Foto: Vögele

Im Narrenheim wurden alle Figuren der Vöhringer Fasnet gebürstet oder mit Federn gereinigt.

Das Narrenheim platzte fast aus allen Nähten beim großen Abstauben unter den Augen der Figur des Broatschua an der Wand. Nach den launig gereimten Anweisungen des Vorsitzenden Andreas Fischer waltete Vize Ismael Vaquera seines Amtes.

 

Die Hexe als Urgestein der Vöhringer Fasnet hatte die gründlichste Reinigung nötig – bei den vielen Runzeln eine schweißtreibende Arbeit. Die Augen wurden geöffnet, Mund und Nase befreit und zum Hexenleben erweckt. Als wohltuende Massage erlebte der Narro sein Abgestaubt werden, denn so ein „glattes „G’sicht, des g’hert eifach sauber ond scheh g’richt“.

Fasnet ohne Gegenstimmen eröffnet

Bürstchen und Federn machten sich auf den dicken Backen des Hansels zu schaffen und recht sorgsam wurde der Schantle bearbeitet, dessen Großzügigkeit und Geschwätzigkeit gepriesen wurde. „Zart ond behutsam“ wurde der Broatschua sauber gemacht, „nicht dass der guate Ma schau wieder ’s ganz Geleg verdappt.

Alles wurde genauestens beobachtet und mit kräftigen Rufen gutgeheißen, so dass die Fasnet ohne Gegenstimmen eröffnet wurde. Anschließende begann die Auftaktparty, mit der man in die lange Saison 2025 startete.