In Minuten ausverkauft: der Bürgerball in Villingendorf. Foto: Schmidt

Der Narrenzunft gelang ein Bürgerball-Träumchen. Mittendrin der „verspätete Schultes“, der aber viel Humor bewies.

Fünf Stunden, bis weit nach Mitternacht wurde gejohlt, gefeiert und gelacht. Mehr als 140 Akteure gestalteten einen gelungenen Abend. Seine Beliebtheit eilt dem Villingendorfer Bürgerball voraus. Wer eine Karte ergattert hatte, landete in einem energiegeladenen Abend, der mit dem Einzug der Narren begann.

 

Der „rote Faden“ war dieses Mal unfreiwillig vom Bürgermeister persönlich gelegt worden. Marcus Türk, der beim Bauraaufschtand 20 Minuten zu spät zu seiner eigenen Absetzung erschien, wurde zum Dauerbrenner. Ob bei der Begrüßung durch Narrenvater Benedikt Schanz oder auf der intergalaktischen Mission der Moderatoren Finn Schuhmacher und Tim Doster: Der Schultes musste ran.

Türk bewies jedoch Entertainer-Blut: Mit der Wasserwaage bewaffnet, checkte er den Rathausplatz und lieferte sich als italienischer Kardinal und mit Martin Schwellinger als höchst kreativem Dolmetscher einen urkomischen Austausch, der im Habermuas-Papa gipfelte.

Mit der Pfingsturlaubsgruppe ging es humorvoll weiter. Die Dialoge sorgten für viel Gelächter im Saal. Lustige Unterhaltung bereiteten auch das Sorgentelefon der Gemeinde und die Büttrede von Silvia Kiefer.

Narrenmarsch ganz neu

Ideenreich dann die musikalische Unterhaltung von MAAT, als sich die Akteure die Neuinterpretation des Narrenmarschs zur Brust nahmen. Das Publikum amüsierte sich köstlich, auch über die Kommentare der Jury, die vor allem durch Uwe Sauerland, sehr aussagekräftig waren.

Neben den humorvollen Beiträgen prägten vor allem die Tanzgruppen das abwechslungsreiche Programm. Den Auftakt gestaltete die Kleine Garde. Mit der Großen Garde folgten dynamische und präzise Bewegungen bis hin zum Showtanz am Schluss, der ein farbenprächtiges Feuerwerk auf der Bühne auslöste. Auch die jüngere Formation begeisterte das johlende Publikum.

Kurz vor Mitternacht beeindruckten die Zunftsänger. Ihre musikalischen Darbietungen, mit denen sie das Dorfgeschehen Revue passieren ließen, wurden mit mitreißendem Gesang und harmonischen Melodien untermalt. Bevor der Ball zur Bar umgelenkt wurde, zerlegte Fotograf Darko mit einer skurrilen Hochzeits-Fotosequenz die Lachmuskeln des Publikums. Derart gut gelaunt wurde bei Musik und Tanz noch bis in die späten Stunden weitergefeiert.