Peter Kirchner (Dritter von links) erhält den Verdienstorden 2025 der Villinger Fasnet von (von links ) Slobodan Vesovic, Meik Gildner, Dominik Schaaf von der Katzenmusik, Anselm Säger von der Narrozunft und Günther Reichenberger von den Glonkis. Foto: Birgit Heinig

Beim Hexenball in der Neuen Tonhalle verliehen die Chefs der „großen Vier“ eine besondere Auszeichnung an Peter Kirchner: Er erhält den Orden der Villinger Fasnet.

Jedes Jahr im Wechsel zeichnen die Historische Narrozunft, der Katzenmusikverein „Miau“, die Glonki-Gilde und die Hexenzunft eines ihrer verdienten Mitglieder mit dem Verdienstorden der Villinger Fasnet aus.

 

Diesmal hatten sich Hexenmeister Meik Gildner und sein Team einen Mann ausgesucht, der dem Verein seit 1974 angehört und sich stets mit großem Einsatz engagierte. 1975 wurde Peter Kirchner schon zum stellvertretenden, ein Jahr später gar zum ersten Zunftmeister gewählt.

In seiner Amtszeit bis 1986 wurden die Figuren des Hexenmeisters und seines Gehilfen ins Leben gerufen, die maßgeblich auf seine Ideen und Zeichnungen zurückgehen. Auch ohne Führungsamt „jederzeit zupackend und uneigennützig“ steht der 76-Jährige dem Vorstandsteam bis heute als Ansprechpartner zur Seite, hieß es in der Laudatio von Zunftmeister Meik Gildner.

Nicht nur mit seiner berufsbedingten Fachkompetenz als Elektromeister, sondern auch als Ideengeber und Macher einer Hexen-Ausstellung im Schwarzwald-Baar-Center im Jahr 2024 begeisterte der umtriebige Ehrenzunftmeister sowohl die Vereinsmitglieder als auch die Menschen der Region.

Brauchtum im Blick

Das Thema Brauchtum ist Peter Kirchner in seiner über 50-jährigen aktiven Zeit im Verein besonders ans Herz gewachsen. Seine intensiven Nachforschungen machten nicht nur ihn zum Experten, sondern bescherten auch der anfangs belächelten Hexenzunft ein positives Bild. Bis heute trägt der Ehren-Hexenmeister und Träger der Silbernen Landesehrennadel die Geschichte der Hexenzunft in Kindergärten und Schulen.