Die Fasnachts-Zeitung Miau der Villinger Katzenmusik ist gespickt mit Anekdoten und Schnappschüssen. Das ganze Jahre hat das Team die Missgeschicke gesammelt.
Ihnen ist im Städtle kaum etwas entgangen, ob der missglückte Versuch, eine Fahne der Katzenmusik aufzuhängen, kalte Herdplatten im Stüble, ein verlorenes Herrentäschle oder die Rietvögel, die mit ihrer Kutsche zu spät zum großen Umzug antuckerten und so auf der falschen Seite der Absperrung standen.
Die Redakteure der Fasnachts-Zeitung Miau lagen das ganze Jahr auf der Lauer, um Missgeschicke aufzudecken.
Chefredakteurin Heike Neininger hat zusammen mit Franziska Furtwängler, Julien Ruf, Klaus Schmich und Barbara Stern für den 154. Jahrgang zwölf Seiten mit lustigen Anekdoten und vielen Bildern gefüllt und mit Unterstützung von Niklas Klein in Sachen Grafik gestaltet.
Zum zweiten Mal haben sie das närrische Blatt schon passend zum Auftakt der Fasnetsaison am 6. Januar vorgelegt und bringen es seither unter die Leute.
Ein Netz an Informanten
Diese erwartet jede Menge Lesestoff, garniert mit zahlreichen Schnappschüssen. „Fotos spielen eine immer wichtigere Rolle“, stellt Franziska Furtwängler fest, so seien viele lustige Aufnahmen von Missgeschicken und Pannen bei den närrischen Redakteuren eingetrudelt. Sie seien durchaus zufrieden mit der Zahl an Informanten, die ihnen die Geschichten zugetragen hätten, geben sie preis.
Es habe dem ganzen Team dann Spaß gemacht, all den Stoff zu verarbeiten und die Texte zu schreiben. Die ein oder andere Steilvorlage habe die Stadtverwaltung geliefert, erzählt Schmich mit einem Augenzwinkern. So geht es auf der Titelseite wieder „Mit dem Kater auf Streifzug“. Gerade die maroden Brücken und die gesperrten Straßen sind dem Kater ein Dorn im Auge, ebenso das durch Umleitungen verursachte Verkehrschaos und die Blitzer, zudem sinniert er über die Vorgänge im Kulturamt oder persönliche Ressentiments in den Rathäusern.
Blick aufs Stüblegeschehen
Auch für die Kategorien „Die Richtigstellung“ oder „Rund um die Stadtmauer erlauscht“ haben sich genügend Vorfälle gefunden. Da geht es um Schwenninger in Villingen, die trotz Stadtplan ihre Schwierigkeiten bei der Suche von Stüble haben, ebenso wie um einen Katzenmusiker in der Neckarstadt, der beim Schwenninger Zunftlied auf einen Spickzettel angewiesen ist.
Neben den kleinen Malheuren im Alltag der eigenen Mitgliedern haben die Zeitungsmacher auch von den Fettnäpfchen erfahren, in die Vertreter befreundeter Fasnetsvereine getreten sind, nehmen aber auch sich selbst aufs Korn. Und sie geben unter dem Motto „Geschichten aus der Hoorige Katz“ Einblick, was im Stüble vor und hinter den Kulissen alles passiert ist.
Besondere Gemälde haben mit dem Titel „Katerkunst und Kritzeleien“ Eingang in die Zeitung gefunden und fordern die Leser in der Art der Montagsmaler zum Rätselspaß mit ungewöhnlichen Auflösungen auf. Zum Schmunzeln ist also bis zur letzten Seite gesorgt, die „Neues aus der Katzchat-Gruppe“ in vielen Bildern festhält.
Hausverkauf eingestellt
Den früher üblichen Verkauf der Zeitung von Haus zu Haus in den Wohngebieten hat der Verein fast komplett eingestellt. Nur noch bei einigen Stammkunden, die sich über den Besuch freuen, schaue die Katzenmusik vorbei, erklärt Franziska Furtwängler. Umso froher seien sie, auf die langjährigen Verkaufsstellen zählen zu können.
Zudem haben sie sich eine besondere Aktion ausgedacht: Mit Begleitung der Zugpolizei wollen die närrischen Redakteure auf dem Umzugswagen der Marschbloserinnen am Fasnetsamschtig, 14. Februar, zum Latschariplatz kommen, die Zeitung samt Glühwein und Prosecco anbieten und mit Musik für Stimmung sorgen, verrät Heike Neininger.
Post von Informanten willkommen
Sie empfiehlt allerdings, sich möglichst schnell ein Exemplar der in in einer Auflage von 1000 Stück erschienenen Zeitung zu sichern, war sie im vergangenen Jahr bis zur Fasnet doch schon vergriffen. Und kaum liege die druckfrische Zeitung vor, sei es an der Zeit, die Ohren für die nächste Ausgabe zu spitzen, erklären die närrischen Schreiber. Ab sofort würden sie sich also wieder über reichlich Post von Informanten freuen, die selbstverständlich Quellenschutz genießen.
Die Zeitung
Kontakt zur närrischen Redaktion
Geschichten für den nächsten Jahrgang nimmt das Zeitungsteam unter E-Mail-Adresse zeitung@katzenmusik-villingen.de entgegen.
Verkaufsstellen
Die 154. Ausgabe der Villinger Fasnachts-Zeitung Miau ist für drei Euro erhältlich bei Blumen Mary in der Görlitzerstraße 93, Christmann Lottoshop in der Konstanzer Straße 1, im Café am Riettor, in der Osiander Buchhandlung in der Rietstraße 8, bei Vom Fass in der Niederen Straße 72, Barbarino in der Niederen Straße 35, Lederwaren Hügel in der Niederen Straße 30, der Buchhaltestelle in der Brunnenstraße 16, Wein Riegger in der Werner-von-Siemens-Straße 8, Schilling Wäsche & Mehr in der Oberen Straße 26, Foto Singer in der Oberen Straße 15, beim Sanitätshaus Reichmann in der Oberen Straße 8 und natürlich freitags und samstags im Stüble „Zur hoorige Katz“.