Mit viel handgemachter Musik begrüßte die Glonki-Gilde – hier Glonkimotter Ulrike Heggen und Glonkivatter Günther Reichenberger – die Fasnet 2026 am Glonki-Brunnen in der Villinger Bickenstraße. Foto: Birgit Heinig

Unter den Brunnenfiguren ist er der Jüngste – der Glonki steht wieder auf seinem Platz in der Bickenstraße. Am 11.11. wurde er begrüßt, läutet er für die Gilde doch die Fasnet ein.

Schon lange vor dem offiziellen Beginn der Feierlichkeit erfüllten die Krawazi-Ramblers mit ihren Rhythmen die Villinger Innenstadt und lockten auch all jene an, die von diesem Termin gar nichts wussten.

 

Die Bickenstraße füllte sich rasch, zumal auch die restlichen Musikgruppen der Glonki-Gilde – Spielmanns- und Fanfarenzug sowie die Blechtrommler jeden Geschlechts und jeden Alters –, flankiert von den Glonkinchen und den Glonki-Eltern Günther Reichenberger und Ulrike Hegen, nach einem Sternmarsch eingetroffen waren.

Die leiblichem Wohl nie abgeneigten und geschäftstüchtigen Glonkis hatten rund um den Brunnen Verpflegungsstände aufgebaut, die stets dicht belagert waren. Nenad Grzan, Elferrat und wortgewandter Bühnen- und Kneipenfastnachter, begrüßte die Menge und zog vom Leder.

„Wo parkt ihr denn?“

Schlechte Laune habe er und er wundere sich, wie so viele Leute haben kommen können. „Wo parkt ihr denn?“ wollte er wissen und beklagte die aktuell von vielen Baustellen belastete Verkehrssituation. Den Ausdruck „ruhender Verkehr“ entlarvte er als Oxymoron – „so wie großzügiger Narro oder nüchterner Trommler“ -, lobte aber, dass man seine Parkgebühr über EasyPark nun auch digital bezahlen kann.

Allerdings: 50 Prozent seien „Servicegebühren“, rechnete er vor und kommentierte bissig: „Nicht einmal Zuhälter und Drogendealer machen so einen Schnitt“.

Anträge werden gefaxt

Angst vor Cyberkriminalität brauche man in VS nicht zu haben, ätzte er weiter, solange Schulen noch per Matrize kopieren, behördliche Anträge noch gefaxt und Belege per Post verschickt werden.

Zum dritten Mal stelle man den Brunnen-Glonki nach seiner „Übersommerung“ in der Glonkihalle, sagte Glonkivatter Reichenberger und erinnerte an den allerersten, noch aus Pappmaché.

Schon am Vormittag habe man in gewohnter Weise und im kleinen Kreis die Fasnet 2026 im Café Dammert begrüßt.

Der Anblick der Glonkis auf der Straße „in action“ sei aber durch nichts zu ersetzen, fand die Glonkimotter Ulrike Heggen.