Im „Ichbe“ tut sich so einiges – an diesem Wochenende verlagern die Ichbe-Hexen das Geschehen aber in die Mitte von Tennenbronn. Mit Narrenparty am Samstag und riesigem Umzug am Sonntag wollen sie gute Gastgeber sein.
Aber auch der Blick in die Historie der Ichbe-Hexen ist spannend. Die Bürgervereinigung Eichbach hatte sich um das Jahr 1978 gegründet. Dazu zählt übrigens nicht nur der Eichbach, sondern auch die Zinken Falken, Ecke und Trombach.
An der Fasnet waren die Eichbacher schon immer aktiv – allerdings zunächst ohne eigenen Verein. In der früheren Krone gab es im Jahr 1985 einst einen Stammtisch, der es in sich hatte. Neun Männer und eine Frau beschlossen: Ein eigener Fasnetsverein im „Ichbe“ muss her. Gesagt, getan – und so wurde mit zehn Maskenträgern gestartet. Hästräger werden darf übrigens nur, wer in den Bereichen Eichbach, Falken, Ecke und Trombach wohnt.
103 aktive Hexen
Längst haben sich die Ichbe-Hexen in Tennenbronn etabliert und sind stetig gewachsen. Mittlerweile zählt der Verein stolze 103 aktive Hexen. Mitglieder sind es gar mehr als 200.
Die Fasnetsfigur geht auf eine wunderliche Bewohnerin früherer Zeiten im Eichbach zurück: Diese Frau wohnte einsam und alleine in einer Mühle mitten im Tal, wurde über die Jahre immer düsterer und wirkte auf andere fast gar gruselig. Die Leute hielten immer mehr Abstand zu ihr.
Als die Frau verstarb, fand ihre Seele einen Weg weiterzuleben. Seither berichteten sich die Bauern im „Ichbe“ über ungewöhnliche, fast gar mysteriöse Ereignisse. Die Bewohner sind sich sicher: Die alte Hex trieb ihren Spuk über viele Jahre weiter“. Mit der Gründung der Fasnetsfigur Ichbe-Hexe fand der Geist der Frau in einem neuen Körper seinen Frieden. Darin konnte ihr Name und ihre Seele weiterleben. Nun treibt sie immer zur Fasnetszeit ihr Unwesen in und um Tennenbronn herum.
Wappen auf dem Oberarmt
Das Häs ist wohl durchdacht. Ganz wichtig: Das Tennenbronner Wappen ist auf dem linken Oberarm der Hexenbluse zu sehen. Die Holzmaske ist mit einem schwarz-weißen Stofftuch versehen. Die sieben Flicken auf der Schürze stehen für die sieben Todsünden. Zudem trägt eine Ichbe-Hexe einen roten und einen schwarzen Socken. Charakteristisch sind auch die Strohschuhe.
Diese inspirierten gar zu den legendären Strohschuhbällen, bei denen im Löwen einst auf die Pauke gehauen wurde – und auch schon mal der Schwanensee anmutig getanzt wurde.
Helfer beim Metalacker
Ernst Fichter lieferte den Text für den passenden Narrenmarsch, Walter Pfeifle komponierte die passende Melodie dazu.
Die Ichbe-Hexen gehen mit folgendem Vorstandsteam ins Jubiläum: Vorsitzender ist Felix Lehmann, Stellvertreterin Deborah Staiger, Thomas Fleig und Katja Bösch sind Schriftführer, Fiona Fleig und Klaus Staiger verwalten die Kasse. Oberhexe ist Daniel Herrmann.
Die Eichbacher sind aber nicht nur an der Fasnet aktiv, sondern auch als unverzichtbare Helfer beim Metalacker. Zudem gibt es Ausflüge, Maiwanderungen und die Besuche von Festen anderer Bürgervereinigungen.
Jubiläum
Am Samstag,
8. Februar, wird um 17.30 Uhr der Narrenbaum gestellt. Das Narrendorf startet um 19 Uhr. In der Halle ist buntes Programm mit Live-Band.
Am Sonntag,
9. Februar, ist ab 11 Uhr Zunftmeisterempfang in der Halle. Der große Jubiläumsumzug startet um 13 Uhr im Gersbach. Ab 15 Uhr geht es in der Halle weiter.