Das fasnetnärrische Osemali hat in Tannheim wieder in seiner närrischen Ehrenloge auf dem Dorfbrunnen gegenüber der Festhalle Platz genommen.
Schon einiges vor der angekündigten Zeit wartete der närrische Geist vor dem Brunnentrog und harrte der Dinge, die da kommen sollen. Dann endlich vernehmlich hörbar die Musikkapelle mit intoniertem Narrenmarsch und im Gefolge dahinter die närrischen Formationen in stattlicher Personenzahl.
Die zehn Neuen (Täuflinge) wurden, von der Festhalle her kommend und angekettet, durch die Zuschauermenge zum Dorfbrunnen geführt. Sie schienen es aber lockerer zu sehen als es die klirrenden Ketten suggerierten.
„Mir schwöret’s“, die zehn Fastnachts-Gebote einzuhalten und so mit allem Drum und Dran, erklärten sie auf Aufforderung von Zeremonienmeisterin Mira Jochum laut vernehmlich.
„Mit denen kasch uff d’ Fasnet gau“, dachte sich das inzwischen wieder auf dem Dorfbrunnen platzierte Osemali. Den Narrentrunk durften sich die Täuflinge selbst einflößen und bewiesen Fingerspitzengefühl beim Anheben des Tisches, auf dem die Becher festgemacht waren für den gemeinsamen Umtrunk. Die Taufe (Katzenwäsche) war bei dem knackigen Wetter gerade noch auszuhalten.
Die Aufführung der Osemali-Sage mit anschließendem Hästrägertanz zum knallharten Heavy Metal Sound ging auch den Zuschauern in Fleisch und Blut über, bevor es zum Absacker in die Festhalle ging.