Eine große Narrenschar zieht es nach Sulz: Bei den Hofnarren aus Mühlheim und Renfrizhausen lässt es sich wieder einmal gut feiern.
Das Markenzeichen der Hofnarrenzunft aus Mühlheim-Renfrizhausen ist inzwischen der Flashmob. Es gibt kaum keine Veranstaltung der Mühlbachtalzunft ohne diese tänzerische Einladung an ihre Gäste.
Zwei gut gelaunte Moderatoren, in diesem Jahr als Meister Eder (Jochen Hofinger) und sein Kobold Pumuckl (Adrian Redel), führten humorvoll durch das Abendprogramm der „Bunten Nacht der Narren“. Schon lange vor dem offiziellen Beginn war die Mühlbachhalle mit den 20 eingeladenen Zünften voll.
Tanz und Akrobatik
Fliegende Jäkle, tanzende Hexen, Show- und Maskentanz, Brauchtum mit Zunftballet und Guggenmusiken lieferten das närrische Konzept, um es ordentlich krachen zu lassen. Zunächst hieß es, bei der eigenen Teeniegarde „Bauhelm aufsetzen – und ab auf die Baustelle zum Baggerloch“ – und das natürlich mit der Begleitung von Mike Krügers „Bodo mit dem Bagger“. Recht gruselig zeigte sich die Halle, als die Mühlheimer Duachberghexen ihren Tanz boten. Mit dem Showtanz der Narrenfreunde Bergfelden ging es auf den Bauernhof, wo der Bauer seine Gänslein gegen den Fuchs verteidigen musste. Sehenswert ist immer der Jäkle-Tanz gespickt mit Akrobatischen Leistungen.
Brauchtum ist wichtig
Lautstark und in neuen „Kobold“-Kostümen brachten die Sulzer Guggenmusiker „Pink Pämpers“ die Mühlbachhalle zum beben. „Hoorig isch dia Katz am Bauch – Ond net nau am Schwanz!“ hallte es durch die Halle, als die Narrenzunft aus Waldmössingen recht zahlreich die Halle betrat. Der Erhalt, die Pflege und Weiterentwicklung der fastnachtlichen Kultur und des Brauchtums in Waldmössingen liegt den Verantwortlichen am Herzen, was man beim Brauchtumstanz deutlich sah.
Cool waren die Showtänzerinnen aus Bildechingen: Bei einer Musikpanne feierten sie mit den anderen Narren ganz einfach ihre eigene Party. Ein weiteres Indiz dafür, was die Hexen bei ihren Tänzen an akrobatischem Können leisten, demonstrierten die Hexen aus Ofterdingen und Glatten. Die rund 25 Musiker von der Tiger-Band Weitingen bezeichnet sich selber als eine „Marching-Brass-Band“ mit modernem Partysound.
Fester Bestandteil bei den Auftritten der NZ „Deifelsbruat“ mit ihren teufelsähnlichen Figuren ist der ganz spezielle Maskentanz, der auch an diesem Abend begeisterte. Überall wo Stimmung gefragt ist, darf die Narrenkapelle aus Dornstetten mit ihrem speziellen Sound nicht fehlen.