Die Ministranten-Jungs tanzen (von links): Christoph Bannmüller, Sven Henne, Ferdinand Bannmüller, Lukas Kuner, Justin Bopp, Josua Reuter, Kilian Fader, Luca Trost. Foto: Klausmann

Der Kolping-Hausball bot manch kecke Spitze: So ging es etwa um stressende Smartphones, QR-Codes und künstliche Intelligenz.

Die Akteure der Kolpingsfamilie zeigten im voll besetzten Pfarrhof ihr Können. Das bestens aufgelegte Publikum war von den Darbietungen begeistert und sparte nicht mit Beifall.

 

Als Stimmungsmacher zeigte sich zu Beginn der Veranstaltung traditionell eine starke Abteilung des Musikvereins Sulgen (MVS), die mit dem Narrenmarsch einzog. Ihr folgten Hansel, eine Kaffeedohle und ein Feurenmoosgeist, die Brezeln, Laugenwecken und Süßigkeiten verteilten. Nach weiteren Stimmungshits des MVS eröffnete Reinhold Seckinger das Programm, durch das er wie gewohnt mit viel Witz und Gesang führte.

Als erster Programmpunkt erschien das Duo Erna und Karl (Melanie Bodtländer-Mauch und Bernd Bodtländer), das sehr unterschiedliche Einstellungen hatte. Erna war begeisterte Internet- und Smartphone-Nutzerin, Karl genau das Gegenteil, er forderte das Recht auf ein analoges Leben. Besonders die QR-Codes brachten ihn in Rage. Ohne QR-Code geht nichts mehr, stellenweise sind schon die Toiletten mit QR-Code gesichert und wenn‘s dann pressiert und zuerst die Geschäftsbedingungen akzeptiert werden müssen, dann kann es mit dem Kot ohne Code schwierig werden. Ein weiteres Thema ist die KI, Erna behauptet, diese weiß alles und ist unfehlbar, worauf Karl trocken unter großem Gelächter feststellt, dann ist die KI katholisch.

Suche nach perfekter Handtasche

Den nächsten Beitrag lieferten Ulrike und Jürgen Pfaff. Sie wollten ins Kino und Ulrike wusste nicht, welche Handtasche zu ihrem Outfit passte. Sie präsentierte eine große Auswahl in allen Farben und Größen und brachte ihren Ehegatten fast um den Verstand.

Er stellte ganz praktisch fest, was ein Mann dabeihabe, wenn es außer Haus geht. Geldbeutel, Brille, Taschentuch, Autoschlüssel, alles hat in den Hosentaschen seinen Platz und da brauche er keine Tasche.

Jürgen und Ulrike Pfaff erzählen eine lustige Handtaschen-Geschichte. Foto: Klausmann

Als Ulrike dann perfekt angezogen und stolz die passende Tasche dazu präsentierte, konnte der Kinobesuch starten.

Die Pointe in der Geschichte, Jürgen war plötzlich die Hose zu eng und er deponierte alle seine Sachen in der Handtasche seiner Frau.

Den Reaktionen im Publikum nach, ein durchaus bekanntes Thema auch bei anderen Paaren. Mit einem von Ulrike gekonnt vorgetragenen Lied über die Wichtigkeit einer Handtasche wurde der Sketch unter großem Beifall beendet.

Die legendären „Kolpingfrauen“ (Helga Lamprecht, Anne Herzog, Ulrike Kunz, Angelika Seckinger, Doris Klausmann, Leitung: Annette Flaig) brillierten mit einem Westerntanz, der mit einem Flashmob endete und vor allem junge Ballbesucher zum spontanen Mitmachen animierte. Zwischendurch lud Manuel Flaig die „Cowgirls“ zu einem Umtrunk in die Saloon-Bar ein.

Danach wurde im ZDF das „Sulgen-Journal“ mit den neuesten Nachrichten gestartet. Christian Sieber (Herbert Seckinger) und Gundula Gaus (Christian Eckel) beleuchteten das Orts- und das Vereinsgeschehen und deckten so manches, vermeintlich gut gehütete Geheimnis auf.

So wurde von einem Seniorchef berichtet, sein Name soll auf keinen Fall in der Zeitung stehen, der mit dem Pkw seiner Frau von der Bergstraße nach Schönbronn in seine Firma fahren wollte. Schon an der Pfarrhofkreuzung zickte das Fahrzeug, so dass aufmerksame Passanten einen wild fuchtelnden Fahrer beobachteten konnten. Bis zum neuen Friedhof ging es noch einigermaßen voran, von dort ab war aber mit vorwärtsfahren nichts mehr zu machen. Kurzum steuerte besagter Fahrer, der aufgrund seiner langjährigen Berufstätigkeit erfahren genug war, sein Fahrzeug rückwarts auf der rechten Spur Richtung Schönbronn, beim Lambrechtshof war dann endgültig Schluss mit der abenteuerlichen Fahrt.

Tanz der Ministranten-Mädels

Die Ministranten-Mädels (Julia und Sophia Kuner, Marie Kern, Laura Trost, Alisa und Milena Klausmann) legten mit ihrem Tanz zu dem Motto „High School Musical“ eine flotte Sohle aufs Parkett. Die mit großem Beifall geforderte Zugabe wurde gerne gewährt.

Franz Pfaff und Markus Klausmann (von links) führen das Zwiegespräch zwischen Alfons und Henriette auf. Foto: Klausmann

Das anschließende Zwiegespräch zwischen Alfons (Franz Pfaff) und Henriette (Markus Klausmann) brachte Alfons arg in Bedrängnis, aber mit seiner schlauen Art konnte er immer wieder seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Der mit Humor vollgepfropfte Auftritt war auch in diesem Jahr wieder ein Glanzlicht im Programm.

Vor dem großen Finale gehörte die Aufmerksamkeit den Ministranten-Jungs, die mit ihrem schwungvollen Tanz ihre Beweglichkeit und Kondition unter Beweis stellten. Mit „Maria durch den Dornwald ging“ und „Laudato si“ wurde dem Publikum noch mal richtig eingeheizt. Auch sie kamen um eine Zugabe nicht herum.

Für die musikalische Unterhaltung zwischen den Auftritten und auch nach dem Programm, sorgte zum ersten Mal beim Kolping-Hausball DJ Stümple (Florian Strahija), der seine Sache zur Freude der Besucher großartig machte.