Die Hemadglonker machten am Auseliga in Stetten mal wieder die Nacht zum Tag. Foto: Thomas Kost

Die Hemadglonkerfasnet in Stetten bot diesmal eine Überraschung der besonderen Art.

Während am Morgen und am Nachmittag des „Auseliga“ in Stetten der Narrennachwuchs im Mittelpunkt stehen, schlägt abends die Stunde der großen Narren.

 

Mit Einbruch der Dunkelheit ziehen sie dann ihre weißen Nachthemden an, stülpen sich Schlafhauben auf den Kopf und treffen sich zum Hemadglonkerumzug. Mit dem Narrenbaum vorneweg und der „Stettener Lombakabell“ hinterher, zog eine ordentlich große Schar ganz in Weiß gekleideter Hemadglonker trotz des stürmischen und regnerischen Wetters vom alten Maschinenschuppen am oberen Ortsausgang in Richtung Ortsmitte.

Dort wurde zunächst einmal der Narrenbaum mit Hilfe von zwei Traktoren beim Dorfbrunnen in die Senkrechte gehievt und Mithilfe versierter Narren um Robert Lang mit einigen Hammerschlägen und Holzkeilen in die große Haltehülse fixiert. Kaum war das vollbracht, musste Ortsvorsteher Julian Higi den Rathausschlüssel an Salzschlecker-Chef Benny Preis rausrücken.

Weiter in die Glückaufhalle

Higi tat das ohne allzu viel Widerstand und hoffte, dass die Narren sogar so viel Gefallen an der Rathausarbeit finden, dass sie ihre Regentschaft über die Fasnet hinaus ausdehnen – dann könne er mit seiner Frau etwas länger in Urlaub gehen. Aber das haben die Narren nicht vor. „Wir werden nur ein paar Tage a bissle Unordnung macha“, versprach Benny Preis.

Danach zog der närrische Tross weiter in die Glückaufhalle, wo zur Musik von Tommy Schalala kräftig Hemadglonkerfasnet gefeiert wurde. Dabei traten auch die Stettener Tanzgarden auf und bekamen viel Applaus. Selbst von einem etwa halbstündigen Stromausfall am späteren Abend ließen sich die Stettener Narren nicht bremsen. In der Dunkelheit in der Halle machte einfach die Lompakabell weiter Stimmung.