Der Mofängerball sorgt mit dem Zauber der Berge, Hüttenflair und siebzehn Heidis für viel Lebensfreude.
Für ein stimmiges Gesamtpaket beim Mofängerball unter dem Motto „In den Bergen – wir gehen steil“ hatte die Narrenzunft Sigmarswangen keine Kosten und Mühen gescheut und einen Hüttentreff mit origineller neuer Skibar im Bürgerzentrum eingerichtet. Zahlreiche Gäste feierten den Rosenmontag im Saal und am Tresen mit Musik, Programm und Tanz bis tief in die Nacht.
Zum Auftakt reihten sich die Narrenräte, die Garde und die Hästräger malerisch auf der Bühne auf. Partygäste und drei Tanzgruppen setzten das Thema „Bergwelt und Hüttenzauber“ freudig um.
„Step by Step“ begeistert
Die Garde mit dem Zweitnamen „Step by Step“ begeisterte nach erfolgreichen Auswärtsauftritten mit einem ausgefeilten Gardemarsch, der an Ausstrahlung, Synchronität, Perfektion und Akrobatikelementen keine Wünsche offenließ.
Das heimische Publikum klatschte vom ersten Moment an mit, musste sich jedoch mit der geforderten Zugabe bis zum Showtanz am Programmende gedulden.
Ein Begeisterungssturm bricht los
Siebzehn entzückende Mädchen im Dirndl sorgten für die nächste umjubelte Spitzenleistung zur Heidi-Titelmusik und einem Partyhit.
Colien Steinwand, Lena Schuklies und Stefanie Leicht hatten mit den Kinder- und Jugendtanzgruppen „One Step“ und „Two Steps“ eine gemeinsame Choreografie einstudiert, die beiden Altersgruppen gerecht wurde und wahre Begeisterungsstürme auslöste. Nach der unumgänglichen Zugabe gab es Kindersekt und Süßigkeiten zur Belohnung.
„Schon wieder Montag “
Ideengeber Timo Bossenmaier ließ es sich nicht nehmen, seiner Freude über die von Zimmerermeister Patrick Rauch gebaute Ski-Bar mit einem gereimten Richtspruch Ausdruck zu verleihen. Standesgemäß durften der Richtbaum und das zersplitternde Glas als Glücksbringer nicht fehlen.
Marcel Baiker vom Vorsitzenden-Team freute sich, die „Los Afrikanos“ mit Begleitband anzukündigen, zu der auch Kollege Bossenmaier gehört. Alljährlich sorgt das Gesangstrio mit lustigen Liedern für Stimmung und ließ sich auch diesmal nicht lumpen. „So ein Mist, dass schon wieder Montag ist“, hieß es vor dem Refrain, dass es ohne „dia Schafferei“ einwandfrei wäre und nur ein „Mords-Seggl“ der Erfinder sein könne. Schmerzlich vermisst wurde ein Online-Bestellservice für Männer.
Halb Sigmarswangen ist in Thailand
Zum Dorfklatsch trafen sich die beiden Vorsitzenden als Bergsteiger und Skifahrer vor einer Berghütte und plauderten die Missgeschicke der Dorfbewohner aus. Aus unerfindlichen Gründen hatte sich ein Spätheimkehrer ohne Schlüssel unter einem Auto schlafen gelegt und eine Passantin zu einer Rettungsaktion veranlasst.
Halb Sigmarswangen habe im Urlaub auf Thailand für eine Bierverknappung gesorgt und auch die Kerle seien ganztägig in Röcken umhergelaufen, lästerte das Duo. Ausgerechnet ein Feuerwehrmann hatte bei einem Nachtumzug die Fackel nicht im Griff und sengte den Filzhut eines anderen Stoagwaldmale an.
Frauen nachts am Feld
Nach Haigerloch verirrte sich eine Helferin, die beim Arbeitsdienst in Aistaig vermisst wurde. Dem Musikverein kam nach einem Umzug die große Trommel abhanden und dem Vize-Vorsitzenden der Fuchsschwanz am Hut.
Ein Frauentrio war nachts mit dem Auto im Feld gelandet und hatte seine Not beim Einschrauben des Abschlepphakens, weil man das Internetvideo zu früh abgebrochen hatte. Anderswo wurde der Schwägerin zwei Jahre zu früh zum 60. Geburtstag gratuliert.
Ein grandioser Showtanz
Nach lockerer Programmfolge mit Tanz- und Stimmungsrunden des Amazonas-Duos und vor dem Finale aller Mitwirkenden auf der Bühne beendeten „Step by Step“ mit einem grandiosen Showtanz, der unbedingt der Wiederholung bedurfte, das Bühnenprogramm.
Bei der Tombola gewann Tim Braitsch, der aktuell in der Zunft die Einzelfigur des Bauern verkörpert, das Mofänger-Narrenkleid. Weitere zehn Gewinner durften sich über Verzehr- und Werkstatt-Gutscheine, ein Spanferkel und Eintrittskarten zur Jubiläums-Partynacht des Musikvereins freuen.