Hawaii- und Sommerfeeling im Winter: Das bekamen die Gäste der Kräuter-Hutzeln im Bärensaal am Samstagabend geliefert. Und tatsächlich ging es heiß her im Bärensaal.
Die Frage, auf welchen der Programmpunkte man sich denn am meisten freuen sollte, beantwortete eine Kräuter-Hutzel zu Beginn des Balls ganz pragmatisch und selbstbewusst: „Na, alle.“ Und sie sollte recht behalten – für Freunde von Hexenbällen ließ der Abend, der unter dem Motto „Aloha“ stand, keine Wünsche offen.
Den Beginn des Programms machten traditionell die Hausherren – oder besser die Hausherrinnen: Ein paar trommelnde Jungs, gekleidet in einem karibischen Hauch von nichts, heizten der Menge noch rhythmisch ein, dann übernahmen die Damen der Gastgeberzunft tänzerisch die Bärenbühne. Wichtige Rollen tanzten dabei Melanie Schlachter und Sarah Epting ein, die auch als Moderatorinnen durch den Abend führten.
Dem schloss sich der Hutzeltanz an, bei dem die Herkunftsgeschichte der Kräuter-Hutzel nachgespielt wird, bevor die beiden Moderatorinnen die Gastzünfte begrüßten: Keinen allzu weiten Anfahrtsweg mussten unter anderem die Hexen- oder Narrenzünfte aus Aichhalden, St. Georgen, Schiltach beziehungsweise Lehengericht oder den Schramberger Ortsteilen zurücklegen.
Wer ist am lautesten?
Die nicht-gastgebenden Talstadt-Hexenzünfte ließen sich bei ihrer Tradition nicht lumpen, sich beim Begrüßt-Werden lauthals zu überbieten. Dank einer lässigen Bauchtanz-Nummer von Lars Blecher ging der „Sieg“ dieses hochklassigen Wettbewerbs dieses Mal ganz objektiv betrachtet und denkbar knapp an die Falkenhexen. Doch Achtung, Talstädter: Auch die Eckenmoor-Hexen aus Sulgen reden hier inzwischen ein ordentliches Wörtchen mit.
Dem Ruf der Hutzeln gefolgt waren zudem Zünfte aus Gutach, Oberiflingen, Freudenstadt und dessen Ortsteil Wittensweiler; direkt von der Grenze zu Frankreich in der Ortenau waren die Ichener Duwackstumbe (Ortsteil von Neuried) und die Riäd-Schlurgi aus Ottenheim gekommen. Letztere, eine Guggenmusik, bereicherten auch das Programm des Abends mit einem Auftritt.
Showtanz und Männerballett
Showtanz gab es von „Jumpin‘ the next Generation“, „Impression“, und „Discovery“ – Männerballett-Auftritte legten die Wurzelhexen aus Tennenbronn und die Herren der Huzeln selbst aufs Parkett.„Der Knaller“, freut sich Kräuter-Hutzel-Vereinsvorsitzender Ron Mayer, war zudem der Auftritt der Hexensport-Gruppe aus Aichhalden, die eine Zugabe tanzen mussten.
Mayer zieht zu dem Abend, den die Gastgeber und Besucher gemeinsam in der Foyer-Bar ausklingen ließen, ein positives Fazit: „Von Auf- und Abbau über das Programm und die Stimmung war alles überragend. Ich bin stolz auf das gesamte Team, vielen Dank an alle Helfer. Nach so einem gelungenen Ball können wir beruhigt zur nächsten Ausgabe im Jahr 2027 schauen, wenn wir unser 40-Jähriges feiern.“