Beim großen Umzug am Fasnets-Sundig und anschließend in den Kneipen war wieder ordentlich Remmidemmi im Dorf angesagt.
Zum Glück für die Zugteilnehmer und natürlich auch für die zahlreichen Zuschauer an der Strecke, blieb es trocken. Es wehte allerdings ein kalter, unangenehmer Wind, doch auch die Sonne ließ ließ sich sogar vereinzelt blicken.
Aber das alles spielte für die feierbereiten Narren, egal ob aktiv oder passiv, kaum eine Rolle – schließlich ist derzeit ihre fünfte Jahreszeit, die es ausgiebig zu nutzen gilt. Punkt 14 Uhr zeigte das rhythmische Schlagen der Marschtrommeln, die bereits von fern zu hören waren, den Aufbruch des närrische Lindwurms an.
Voraus marschierte zackig und mit zünftigen Fasnetsklängen der Musikverein Kurkapelle Schönwald.
Den zahlreich teilnehmenden Gruppen brandete stürmischer Applaus, allenthalben Anfeuerungen und die obligatorischen „Narri-Narro“-Rufe der begeistert mitfeiernden Narrole am Streckenrand des Zuges entgegen. Immer wieder machten deshalb die Gruppen „auf freier Strecke“ halt. Also – in Bezug auf die Stimmung: Daumen hoch!
Der illustre Zug führte von Elektro-Schwer bis zum Rathaus in der Ortsmitte. Mit dabei waren alle Schönwälder Narrenvereinigungen, so etwa die Narrenzunft Hirtebue in ihrem traditionellen Häs mit Geißel, die das Wasser so sehr liebenden Weiherma, die Wälderhexen, die große Abteilung der FC-Hexen in schwarz-gelb. die Bühler-Bollen, die Lochemer Fasnetsgruppe.
Man sah die Narrenzunft Kohlebrenner Rohrbach und den dortigen Musikverein. Zusätzlich bereichert wurde das närrische Treiben durch zahlreiche weitere toll kostümierte Gruppen und Hästräger, die entlang der Strecke für eine ausgelassene Stimmung sorgten und eifrig Gutsele und andere Süßigkeiten verteilten.
Nach dem Umzug ging es für die Narren nahtlos weiter: Bei der traditionellen Dorf-Fasnet wurde in den örtlichen Lokalen ausgelassen weitergefeiert, beispielsweise im Eschle-Keller, im Café Central, beim Hallenbad-Kiosk, im Ortlieb-Keller sowie in weiteren Schönwälder Gaststätten.