Beim „Facklafiar- und Wirtshausliadrsingen“ war der „Plettenberg“ in Schömberg bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Marc Schwarz

Ob alt, ob jung: Die Schömberger sind warm gelaufen für die Fasnet.

Zur Einstimmung auf die „hohen Feiertage“ traf sich das närrische Volk – und das schon zum 13. Mal in Folge – zum „Facklafiar- und Wirtshausliadrsingen“ im „Plettenberg“. Eingeladen hatten wie immer die Narrenzunft und der Liederkranz gemeinsam. Und wie immer herrschte von der ersten Minute an eine ausgelassene Stimmung. Was nicht verwundert, denn, ganz klar, wurde der Abend mit dem Schömberger Narrenmarsch eröffnet – und beendet, und dabei natürlich auch gejuckt.

 

Viele Junge dabei

Mit einem lauten Juchzger begrüßte Zunftmeister Bernhard Wuhrer die Fasnetsverrückten im Traditionsgasthaus. Vor allem die jungen Jahrgänge, die gut vertreten waren, forderte er auf: „Macht tapfer mit.“ Falschsingen sei keine Schande, Nichtsingen schon.

Auch Udo Zimmerer, der sich seit diesem Jahr das Vorstandsamt des Liederkranzes mit Jürgen Riedlinger teilt, wünschte sich, dass der ganze Saal miteinstimmte. 2025 sei schließlich nicht umsonst das Jahr der Stimme.

„Riesenchor“ im „Plettenberg“

Die Schömberger ließen sich nicht zweimal bitten. Sie sangen und schunkelten mit. Gleich zu Beginn, als es hieß: „jetzt kommt die längst gewünschte Stunde, sie kommt und kehret bei uns ein“, verwandelte sich der „Plettenberg“ in einen Riesenchor.

Jens Neher (links) und Jürgen Riedlinger sorgten für die musikalische Begleitung. Foto: Marc Schwarz

Jürgen Riedlinger und Jens Neher begleiteten auf ihren Akkordeons all die traditionsreichen Lieder, die man im Städtle schon seit Generationen singt. Außerdem informierte Riedlinger fundiert über die geschichtlichen Hintergründe und legte dabei besonderes Augenmerk auf die 20er. So wurde „Oh Straßburg“ gesungen, mit „Nun Ade“ die Vertreibung des Winters. Mit „Jetzt fängt das schöne Frühjahr an“ endet das „Facklafiar“ am Sonntag nach der Fasnet – auch hierbei zeigten sich Alt und Jung textsicher. Weiter ging’s mit so bekannten Titeln wie „Griechischer „Wein“ und „Über den Wolken“. Die Narren streiften außerdem durch den „Westerwald“ und landeten, nachdem sie „Uf em Wasa“ waren, in „Junkers Kneipe“.

Jens Neher schwärmt auch noch einige Tage später: „Was für ein Abend, um 18 Uhr gab es keinen freien Stuhl mehr, Ausnahmezustand also.“ Und dabei war dies erst der Anfang einer sicherlich wieder „glückseligen Fasnet“.

Auf der Homepage der NZ Schömberg ist ein Live-Mitschnitt von Stephan Kiener zu sehen.