Die „Nacht der Hexen“ am Samstag zeigte: In Schenkenzell lebt die Fasnet – laut, herzlich und traditionsbewusst. Foto: Harter

Der Ball der Schenkenhexen bewies, warum er zu den festen Größen der Schenkenzeller Fasnet zählt. Tradition, Musik, Tanz und Gemeinschaft verschmolzen.

Am Fasnachtsfreitag stand Schenkenzell ganz im Zeichen der Hexen. Die Nacht der Hexen lockte hunderte Hästräger, Narren und Besucher aus nah und fern in die Festhalle und bestätigte einmal mehr ihren Ruf als einen der Höhepunkte der örtlichen Fasnet.

 

Von Beginn an sorgte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für ausgelassene Stimmung. Die Tanzgruppen No-Names vom Hardt, Jumpin’ the Next Generation, Discovery Lauterbach und die Heimmädels Impression aus Schenkenzell begeisterten mit mitreißenden Showtänzen, präzisen Choreographien und beeindruckenden Bildern.

Kaum war der Applaus verklungen, setzten kraftvolle Trommelschläge ein: Die Guggenmusiken Richebacher Schutterschlubi und Dorfbätscher griffen den Schwung auf und verwandelten die Festhalle mit schrägen Klängen und wuchtigen Rhythmen in ein wahres Tollhaus.

Die versammelten Schenkenhexen auf der Bühne Foto: Schenkenhexen

Das Zusammenspiel aus Tanz und Guggenmusik riss das Publikum immer wieder von den Bänken und ließ keine Verschnaufpause zu.

Nach diesem energiegeladenen Programm war an ein frühes Ende nicht zu denken. Die Tanzband Die Gipfelstürmer heizte den Feiernden kräftig ein und sorgte dafür, dass getanzt wurde wie in früheren Zeiten – ausgelassen, dicht gedrängt und bis die Fußsohlen glühten. Generationenübergreifend wurde gefeiert, gelacht und getanzt, ganz im Sinne einer gelebten Fasnachtstradition.

Bei der Nacht der Hexen Foto: Schenkenhexen

Rückblick lässt staunen

Einen ruhigen, aber umso eindrucksvolleren Kontrapunkt setzte ein Blick in die Vergangenheit. Im Bürgerhaus hatte der Zunftmeister zu einer nostalgischen Zeitreise eingeladen. Auf einer Leinwand wurden Bilder vom Hexenball ab 2002 gezeigt. Szenen, die bei vielen Erinnerungen wachriefen – und für Staunen sorgten. Besonders Fotos mit rauchenden Hexen zauberten so manchem ein Schmunzeln ins Gesicht – heute nahezu unvorstellbar.