Die Narrenzunft Salzstetten mischt die Fasnet der älteren Mitbürger auf. Die Tanzgarde aus dem Weltall begeistert.
Eine Hut-Modeschau mit verrückten Kreationen entzückte über 50 Salzstetter Senioren bei ihrer Fasnet im katholischen Gemeindezentrum. Das Highlight: Ein Vogelnest als Kopfbedeckung. Die Models überraschten mit Modellen vom Übertopf bis zur Duschhaube.
Stimmung in den Saal brachten die Aktiven der Narrenzunft. Der Polonaise folgten fetzige Auftritte der 13-köpfigen Mädchen-Tanzgarde in ihren bezaubernden Kostümen, die im Show-Tanz der Außerirdischen aus dem Weltall gipfelte. Den jungen Grazien um ihre Leiterinnen Sylvia Klink und Melissa Fahrner, welche selbst die 97-jährige Rosa Spohn faszinierten, war stürmischer Beifall gewiss.
Nach der grünen Zeit kommt der Hagel-Schaden
Allerlei aus dem Ort und dem Ländle nahm Felix Frank als „Eugen“ in der Bütt auf die Schippe, was er zusammen mit Thomas Fischer ausheckte. In Stuttgart sei mit Kretschmann jetzt die grüne Zeit vorbei, aber es sei bald ein Hagel-Schaden zu befürchten. „Bei uns im schönen Waldachtal, da wohnen viele Stämme. Die meisten sind katholisch und es gibt eine Luther Schwemme.“ Und der Fischerei-Verein bekomme es nicht in den Griff, dass Wasser oft vom Damm entweiche. „Sie fangen nur die lahmen Fische, so sind sie halt die Kerle. Den schnellsten Fisch erwischt man nicht, darum heißt er auch Forelle (Vor älle).“ Felix Frank formulierte über die andere Ortsteile. „In Tumlingen die Kneipe, sie heißt Schenke und Mehr. Die Schenke geht in Ordnung, doch wo ist da ein Meer. Den Tümpel, den sie haben, der macht auch keinen geiler. Das ist die selbe Brühe (Tumlinger See), wie diese in Hörschweiler.“
Salzstettens Alleinunterhalter Gebhard Steimle ließ auf seinem digitalen Akkordeon das Stimmungsbarometer ansteigen von populären Hits von den Oberkrainern bis zum feurigen „Viva Espana“. Mitsingen und Mitschunkeln war angesagt.
Tanja Schuh von der Zunft kündigte den „Original Salzstetter Spüllomp“ an, der allerdings „kein Strich in der Landschaft“ sei. Diesen verkörperte Ehrenzunftmeister Thomas Fischer, der auch als Ringpräsident amtiert. Mit einem dreifach donnernden „Spüllomba Ahoi“ der Versammelten dankte Ortsvorsteher Friedrich „Freddy“ Hassel für vorbildliches Engagement Karin Fahrner die seit zehn Jahren engagiert den Seniorenclub leitet.
Auch stimmte Tanja Schuh das Salzstetter Narrenlied an, in welches neben Zunftmeister Markus Fischer auch Freudenstadts Bürgermeister Wolfgang Fahrner, der in Salzstetten wohnt, einstimmte. In einem sportlichen Beitrag sagte Karin Fahrner, welche gesundheitlich bessere Perspektiven ein bisschen Joghurt und Kleie bringen.
Mit einem tollen Programm verwöhnt
Bei der Schätzfrage „verzauberten“ die beiden Siebenhügelhexen Robin Luger und Tobias Amann den Wettbewerb und siegten vor Hannelore Kreidler und Zita Saier. Mit dem Lied „Guten Abend, gute Nacht“ und Schlafwandlerin Karin Fahrner klang der kunterbunte Nachmittag aus. „Ein richtig schöner Nachmittag.“, lautete das Echo der älteren Einwohner, die bei Kaffee und Kuchen und einem Vesper mit einem tollen Programm verwöhnt wurden.