Der Kindernachmittag der Narrenzunft war wieder sehr gut besucht. Foto: Siegmeier

Der Kindernachmittag der Narrenzunft Rottweil war einmal mehr wieder sehr gut besucht und der Nachwuchs hatte große Freude am Ausprobieren.

Welcher Narrentyp trägt eine schwarze Krawatte? Darf man pinke Winterstiefel zum Narren anziehen? Wer braucht weiße Handschuhe, und wer ein Kalbsschwänzchen? Hochkonzentriert und mit Feuereifer beantworteten die Kinder die meisten der Fragen richtig und ordneten die verschiedenen Utensilien den unterschiedlichen Narrentypen zu.

 

In einem anderen Raum wurden eifrig kleine Schnupfdosen gebastelt, im nächsten konnte man sich im echten Jucken üben.

Der Kindernachmittag, den die Narrenzunft Rottweil alljährlich veranstaltet, war auch diesmal wieder bestens besucht und die unzähligen Kinder hatten großen Spaß, an den verschiedenen Stationen in der Achertschule Stempel zu sammeln und sich mit Feuereifer zu informieren und nach Herzenslust auszuprobieren.

Anleitung von den Wadelkappen

Anleitung bekamen sie von den erfahrenen Wadelkappen, die für die Kinder vielerlei Tipps parat hatten, ihnen aber auch in Ruhe und mit viel Geduld alles rund ums Narren erklärten. Denn so einfach ist das manchmal gar nicht. Schon beim Anziehen des Narrenkleides hat so mancher Nachwuchsnarr seine Schwierigkeiten. Und deswegen konnte man auch wieder in Fransenkleidle, Gschell und Federahannes schlüpfen und selbst miterleben, worauf es beim Anziehen genau ankommt.

Großes Interesse am Narrenbuch

Großes Interesse bestand auch an der Narrenbuchstation. Ein eigenes Narrenbuch zu haben ist ja schon etwas tolles, zumal, wenn man als Kind auch noch gerne malt. Aber was kommt da so rein? Wie male ich das am besten? Und das Wichtigste: Was und wie erzähle ich dann dazu? Auch hier gab`s vom Fachmann ganz viele Ideen, Vorschläge und Tipps.

Viele Mädels üben das Springen

Dass es gar nicht so einfach ist wie ein richtiger Federahannes mit dem Stecken zu springen, auch das musste das eine oder andere Kind leicht enttäuscht feststellen. Aber auch hier standen die Profis mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Jahr waren es auffallend viele Mädels die sich in der hochen Kunst des Springens übten.

Das große Interesse am Kindernachmittag zeigt der Narrenzunft, dass es in dem Bereich durchaus Informationsbedarf gibt. Und so manches Kind lässt sich auch lieber von anderen Personen etwas erklären, als von Mama und Papa. Aber auch die Eltern haben ihre Freude, wenn ihr Nachwuchs das Wissen rund ums Brauchtum voller Stolz kundtut.

Instrumente können ausprobiert werden

Groß war auch das Interesse an der Jugendkapelle der Stadtkapelle. Hier konnte man die verschiedenen Instrumente ausprobieren. Die Trommeln waren sehr gefragt, aber auch die Blasinstrumente wurden eifrig ausprobiert.

Und wer dann an den Stationen alle Stempel geholt hatte, der konnte an der Verlosung der zunfteigenen Kindernarrenkleider teilnehmen. Zur Verlosung standen diesmal 19 Kleidle, eines mehr als im vergangenen Jahr. 122 Kinder hatten sich an der Verlosung beteiligt, lässt Zunftschreiber Frank Huber wissen. Mit dem Kindernachmittag war die Zunft wieder sehr zufrieden.