Von wilden Hexen bis hin zu glitzernden Schnecken und HARIBO-Goldbären – mehr als 30 Gruppen sorgten beim „höchsta Feitig“ in Heiligenzimmern am Samstag für ein farbenfrohes Spektakel
Die Heiligenzimmerner Vereinsgemeinschaft unter Anführung der Narrenzunft feierte am Samstag ihren „höchsta Feitig“ mit einem großen Narrenumzug und der „Fleckafasnet“. Mehr als 30 Gruppen zogen am Samstagmittag durch die Hauptstraße und begeisterten die vielen Zuschauenden. Diese waren trotz des Nieselregens gut gelaunt und ließen sich von der ausgelassenen Stimmung der Narren anstecken.
Die Gastzünfte aus der Nachbarschaft, aber auch aus den Kreisen Rottweil und Tübingen, ließen eine bunte Schar närrischer Gestalten durch die Straße jucken und Schabernack verbreiten. Nicht nur wilde Hexen von vielen Orten, auch Weißnarren wie die Holzhutzeln aus Binsdorf, kauzige Waldgesellen aus Sickingen und Tiergestalten wie die Jägi aus Rangendingen und die Kälble aus Isingen oder die furchteinflößenden Butzen aus Bisingen brachten ein buntes Spektakel auf die Straße.
Schleimige Angelegenheit
Lumpenkapellen und Musikvereine heizten die Stimmung mit närrischen Ohrwürmern an und die Kommentatoren Hartwig Eberhard, Stefan Schellhammer und Ann-Kathrin Hauser trieben die Narren mit ihren flotten Sprüchen zur Höchstform an. Schaurige Hexenwagen oder der verwunschene Schloss-Motivwagen des „Aubenger Prinzenpaares“ begeisterten die Gäste.
Für buntes Durcheinander und originelle Narretei sorgten mehrere Fußgruppen. So krochen glitzernde Schnecken, Schleim hinter sich herziehend, nicht langsam, sondern außer Rand und Band durch die Zuschauenden. Bunte Clowns zauberten ein Lächeln auf die Gesichter und HARIBO-Goldbären verteilten – sehr zur Freude der vielen Kinder – das süße Konfekt. Sogar Olympia machte Halt im Narrendorf: Bobfahrer und Skispringer sorgten für Lacher.
Lustiges „Fleckagschwätz“
Lachen und ausgelassene Stimmung setzten sich nach dem Umzug in der Halle und in den Zelten bis in die Abendstunden fort. Schon in den frühen Morgenstunden hatte die Narrenzunft mit ohrenbetäubendem Lärm die Bevölkerung geweckt, bevor Pater Albert Schrenk in schwäbischem Dialekt die Narrenmesse in der voll besetzten Kirche feierte. Nach dem anschließenden Narrenbaumstellen und der Taufe neuer Maskenträger deckten Sabine Hinger und Irene Haid in lustigem „Fleckagschwätz“ so manches Fettnäpfchen auf, in das Heiligenzimmerner Originale getreten waren.