In der Rexinger Johanniterhalle trafen sich Narrenzünfte aus der gesamten Region, um närrisches Brauchtum zu zelebrieren.
Mit einer Vielzahl an geladenen Gastzünften feierten die Muggaverbrenner Rexingen am Wochenende die fünfte Jahreszeit. Bereits am Freitagabend luden die Narren zum „Hexa- und Muggaball“ in die Johanniterhalle ein, wo etliche Hästräger der Narretei frönten.
Nach der traditionellen Begrüßung durch die Gastgeber machten diese auch mit ihrem Hexentanz zugleich den Anfang.
Blasmusik mit viel Groove
Dem folgten die „Grosselfenger Dalbach-Hexen“ mit ihrem Brauchtumstanz, bevor mit der „Tigerband“ aus Weitingen ordentlich Stimmung in der Halle aufkam. Auffallend war hierbei, dass die Musiker einen E-Bass in ihren Reihen hatten, welcher der Guggenmusik eine gehörige Portion „Groove“ beimischte. Dem Publikum, welchem postwendend der Rhythmus in die Beine fuhr, schien es jedenfalls gut zu schmecken.
Ebenso, dass die Weitinger noch einen musikalischen Nachschlag servierten, bevor sie das Feld für die Narrenzunft Jettingen räumten. Diese stellten anschließend unter Beweis, dass Hexen nicht zwangsläufig einen Besen brauchen, um schwindelerregend durch die Lüfte zu fliegen.
Spektakuläre Einlagen
Mit mehreren verschiedenen Figuren sorgten die Narren für spektakuläre artistische Einlagen, die das Publikum laut aufjubeln ließen. Beste Stimmung herrschte währenddessen auch im großräumigen Barzelt neben der Johanniterhalle, wo bereits früh am Abend kaum ein Durchkommen war. Hier drängten sich die Besucher an den langen Theken, um bei kühlen Getränken und Partymusik gemeinsam zu feiern.
Tänzer mit Ausdauer
Als besonderer Garant für einen energiegeladenen Hexentanz gelten die Narrenfreunde „Heckenbeerlesgäu“, die stets mit einer gehörigen Portion „Action“ in ihrem Tanz auffahren. So auch in Rexingen, wo das Publikum sich vor allem tief beeindruckt von der Ausdauer der Tänzer zeigten.
Die Darbietung ließ erahnen, dass hinter den Masken den Narren der Schweiß nur so in Strömen floss. Weitere Showtänze steuerten die Narrenzunft Oberndorf und die Freie Narrenzunft Oberjesingen bei.
Vor allem aber sorgten die Guggen für Stimmung. So heizten die „Gacho Grächzer“ noch einmal kräftig dem Publikum ein, bevor die Narrenzunft Dornstetten mit ihren Guggen für einen kraftvollen Abschluss sorgte.
Feiern mit „Wumms“
Am Samstag legten die Narren noch eine Schippe drauf. So verkörperten die Gruppen der Narrenzunft Bondorf eine gelungene Mischung aus Brauchtum und Unterhaltung. Für den nötigen „Wumms“ sorgten die Gruppen Shitbulls aus Wiesenstetten und die Gugge-Mucke aus Aldingen, die mit ihren Instrumenten die Temperatur in der Halle gefühlt um einige Grad steigen ließen. Den krönenden Abschluss bildete die Narrenzunft Hochdorf, die sowohl mit einem klassischen Brauchtumstanz, als auch mit einem modernen Showtanz das Publikum restlos überzeugte.