Schönes Echo bei dem Umzug und der Kinderfasnet in Pfohren. Die Schnuferzunft kann sich über reichlich Nachwuchs freuen.
Mit Beginn des Rosenmontagsumzugs regnete es am ersten Ort an der jungen Donau in Strömen.
Ihr aus diesem Grund komplett durchnässtes Gefieder veranlasste die Schnufer, nur wenige hundert Meter nach Umzugsbeginn das Trockene aufzusuchen.
Dieses Problem kannten die Burghexen nicht, die mit zwei Hexenwagen unterwegs waren. Doch auch für sie war der Regen ein Handicap, weshalb sie nicht im gewohnten Umfang ihr Unwesen treiben konnten.
Regen als Handicap
In einem Langholzgefährt waren die Pfohrener Wildhüter auf der Pirsch. Der Regen war ihr kleinstes Problem. Sie jammerten über zu wenig Arbeit im Wald. Der geringe Waldanteil auf der Gemarkung Pfohren macht sie den Großteil des Jahres quasi arbeitslos. Dennoch war es ihnen wichtig, wahrgenommen zu werden, da sie die wenigen Bäume auf der Gemarkung das ganze Jahr hindurch schützen und pflegen. Es folgten diverse weitere kleinere und größere Gruppen. Aus einem Wagen schossen Fliegenpilze wie warme Semmeln in die Höhe.
Vorsicht geboten
Doch Vorsicht war geboten: Die roten Pilze auf dem von einem Traktor gezogenen Gefährt verteilten im Publikum flüssiges Gift. Die Zuschauer störten sich indes nicht daran und genossen es in vollen Zügen. Den Abschluss bildete das Un-Ordnungsamt der Elferräte, das in seinen gelb fluoreszierenden Westen nach seinem Recht die Ordnung regelte. Getreu des Mottos „Gesetze sind da, um sie abzuändern“ war der oberste Un-Ordnungshüter Marcel Wolf sehr besorgt um das Wohl und Wehe der Gäste am Straßenrand.
Sie sollten das Spektakel in vollen Zügen genießen, weshalb er mit einer milden flüssigen Gabe darauf achtete, dass sie nicht frieren. Sich aufzuwärmen war ohnehin eine gute Idee, weshalb die anschließende Party in der Festhalle genau zum richtigen Zeitpunkt stattfand. Organisator waren die Burghexen.
Party in der Festhalle
Am Dienstag fand die Kinderfasnet statt, deren Organisation die Schnufer übernommen hatten. Mit von der Partie war auch eine junge Gruppe, die neben der Zunft auch in der KJG aktiv ist. Sie erklärte sich zum Waffelbacken bereit, und die Einnahmen aus dem Verkauf der katholischen Jugend zukommen zu lassen. Derweil fanden auf der Bühne in der Festhalle diverse Kinderspiele statt. Fragen zur Schnuferzunft, Fasnetsprüchle und vieles mehr wurde geboten. Einige Dutzend Kinder ab zwei Jahren nahmen daran teil und hatten reichlich Spaß. An der Technik war Ralf Schneckenburger für den Sound zuständig.
Unter den Aufgaben, die die Kinder zu lösen hatten, waren auch knifflige Herausforderungen, wie das Bilden einer Hexenpyramide. Doch der Nachwuchs hatte bei den Aktiven genau aufgepasst, sodass sie sich nahezu spielerisch zu einer Hexenpyramide formierten.
Kinder begeistert
Die Zunfträte verfolgten derweil aufmerksam das Geschehen auf der Bühne. Sie freuten sich über die Begeisterung, mit der sich der Zunftnachwuchs an den Spielen beteiligte.
Selbst wenn in Zukunft nicht jeder bei der Zunft bleibt, brauchen sie sich mittelfristig wohl keine Nachwuchssorgen zu machen. Zum Abschluss dankten die Elferräte den Jüngsten als Dank für ihr Mitwirken noch mit reichlich Süßigkeiten – und die wurden gerne genommen.