Zunftballaction vom Feinsten. Die Schnufer ziehen ein tolles Programm auf. Und mittendrin ist Gisela. Foto: Rainer Bombardi

Der Zunftball in Donaueschingen-Pfohren gefällt mit einigen Premieren. Feuerwehr ist dabei auch unter den Tanzgruppen.

Höchstleistungen, beeindruckende Aufführungen, imposante Sprechbeiträge und kurzweilige Narretei waren angesagt im Leistungszentrum Zunftball Pfohren.

 

Die Schnuferzunft hatte eingeladen und erfreute sich an einem Gäste-Zuspruch, bei dem sich sogar die Stehplätze zu einem raren Gut entwickelten. Das Programm war pickepackevoll, weshalb Zunftmeister Marcel Wolf wohl eine der kürzesten Begrüßungen in der Geschichte der Veranstaltung gelang. Statt viele Worte setzte er bevorzugt auf gute musikalische Stimmung mit den Citros und ein zu jedem Zeitpunkt begeisterndes Programm.

Kontinuierlicher Wandel

Zu Beginn stellte Moderator Florian Käfer seinen Co-Moderator Hannes Meder als neuen Partner im Team vor. Es sollte nicht die einzige Premiere an einem Zunftball sein, der von einem kontinuierlichen Wandel in der Zusammensetzung seiner Akteure lebt. So standen am Anfang die Verabschiedung von Thomas Bührig, Robert Zirlewagen und Bernd Dörr und Arno Schlenker. Sie machten die Bühne frei für die Jungstars Wackeldackel, die als Synchronschwimmer in der Besetzung Elias Rapp, Jan Büttner, Benjamin Fesenmeier und Niklas Reichmann die Stimmung in der Halle spontan in die Höhe trieben.

Jörg Moosmann und Simone Keller bringen mit ihrem Dorfklatsch und als Gesangsduett die Halle zum Beben. Moderator Hannes Meder (links) klatscht Beifall. Foto: Rainer Bombardi

Wie alle weiteren Akteure des Abends erhielten sie ein Zertifikat überreicht. Zudem ermittelten die Moderatoren die Lautstärke des Applauses in Dezibel. Nach der eindrucksvollen Hexenpyramide zum Auftakt des Zunftballs gelang den jungen Burghexen mit ihrem artistischen Tanz auf einer Landebahn als Flugzeugcrew ein Volltreffer.

Erstmals in der Geschichte des Zunftballs erklärten sich die beiden Musiker und Security-Kräfte Florian Gruber und Detlef Krohn bereit, das Publikum in einem Dialog wachzurütteln. In der Folge wechselten sich Tänze, Büttenreden und Dorfklatsch in einer Geschwindigkeit ab, dass einem schwindlig werden konnte. Die Lollipops weckten mit ihrem Tanz Erinnerungen an die Glanzzeiten der 1970er-Jahre als die Discos ihre Blütezeit erlebten.

Mit reichlich Rhythmus im Blut, Schweiß auf der Stirn und tänzerischer Finesse begeisterten die Tanzgruppen Chups-Chups, die Lollipops oder die Crazy Chicken. Für einen Moment, den es nur alle zwei Jahre zu bestaunen gibt, sorgte die Feuerwehr, die ihre Löschschläuche gegen die Tanzschuhe, ihre Helme gegen den Hüftschwung und ihre Einsatzbefehle gegen eine Choreografie vom Feinsten eingetauscht hatte.

Durch die rosarote Brille und mit reichlich Herz und Gisela (Bührig) auf dem Velo brachten die Schnufer die Halle zum Beben. Die Zunfträte hielten in diesem Jahr mit ihrem Geschwätz die Stammtischkultur in Ehren.

Live berichtet

Live berichtete Radio Entenburg mit Moderatorin Monika Hösl und Live Musik mit Susi Fensmeier, Andreas Fricker, Robert Hasenfratz, Florian Gruer, Clemens Fritschi und Ralf Schneckenburger aus Pfohren. Lautstark, bunt und schrill war der Zunftball 2026.

Den stärksten Applaus des Abends erhielten jedoch Jörg Moosmann und Simone Keller die mit ihren Dialogen zwischen Gerüchten, Wahrheiten und irgendetwas dazwischen Begebenheiten und Ereignisse in ein neues Licht rückten. Stets schelmisch und liebevoll verpackt eroberten sie die Herzen des Publikums und präsentierten als Gesangsduett ein weiteres Talent.