Gute Laune gab es beim Rolli-Ball in der Festhalle in Pfaffenweiler. Foto: Willi Zimmermann

In den Rolli-Stadel luden die Wolfbach-Rolli ihre Gäste ein und verwandelten Pfaffenweiler in einen quirligen Wintersportort.

Doch zuerst mal Hindernisse wegräumen. Der Zugang war abgesperrt und verrammelt. „Wir nehmen es gelassen“, sagten sich die Rollis. Was die Villinger können, können wir auch.

 

Es frage sich nur, wer soll von wem oder was geschützt werden. Auch St. Valentin mit seinem Bauchladen (Carsten Neugart) war nicht alltäglich, er war am 14. Februar ein gefragter Geist. Der Rolli-Tanz als Einstieg, um nicht zu vergessen wo man war, ob traditionell oder modern, es ging nahtlos ineinander über.

Was Sache ist, machten gleich die Teenies überdeutlich: Après-Ski war angesagt, Party machen bis zum Abwinken, die Saugleitung vom Ballermann in die alpine Region war gelegt.

Beim Après-Ski

Aber auch die jungen Erwachsenen präsentierten sich als Après-Ski-Party-Team, wegweisend für die Erwachsenen. Wer von wem wohl dieses „Skifahren“ gelernt hat. Ski-Lehrer Lezek aus Polen (Manuel Straub) war ebenfalls beim Après-Ski angekommen, bei Gürkle, Gorbi und Pivo. „Martin, ich brauch das Geld, hast Du’s bar, Frau fragt schon“, ließ er seinen Tagelöhner-Tourismus durchblicken. Der Trommler-Huufe, sonst immer für eine Ski-Ausfahrt gut, wollte per WhatsApp-Gruppe einen gemeinsamen Termin ausmachen. Jeder gab seinen Senf dazu. Also, gehen wir ein Bier trinken.

Die Rolli-Jugend als Après-Ski-Animateure. Foto: Willi Zimmermann

Jede Menge Lokalkolorit versprühte die Kohlbrunnen-Christel (Melanie Neininger). Was sie sich im vergangenen Jahr übers Kuhmoos-Brückle aufgeregt hat, und jetzt: No meh Brickle: Peterzeller-, Bertoldsbrickle und und. Übrigens, der OB (Jürgen Roth) sei „en leidensfähige Maa“, empfindet sie es, in Anbetracht der Finanzen. Besonders in Schwenningen sei er ja noch was an Investitionen schuldig.

Schwenningen verkaufen?

Ob man nicht auch Monopoly (Grüße aus Grönland) spielen könnte, „wenn die Kosten so aus dem Ruder laufen“. Vor 50 Jahren hat man Schwenningen legal annektiert, könnte man es nicht wieder verkaufen, fragt sie sich. Und Pfaffenweiler: „Martin, hast du schon ein Angebot in Tannheim eingeholt“, ihre Frage an den Ortsvorsteher. Auch Sketche mischten die Lachmuskulatur auf. Das ortsbekannte Duo Jens und Herbert „schwätzet en scheene Scheiß“. Abnehmen durch Tanzen, oh weh. Oder: Ich han doch mol Skifahren welle. Wie soll des gau, wenn im Hotel von 7 Uhr bis 23 Uhr kostenlose Tafelrunden angesagt sind.

Das alte Ehepaar an der Bushaltestelle (Manuel Straub, Moritz Seemann) auch wie bestellt und nicht abgeholt. „Nur so ertrage ich dich“. Und an Martin (OV Straßacker, als Nothelfer an diesem Abend öfters gefragt): Kannsch du als Standesbeamter auch scheiden? Hit Obed bestimmt nit. Also gohts wiiter.

Das Männerballett beim Rolli-Ball in Pfaffenweiler. Foto: Willi Zimmermann

Die Glaserzunft aus dem benachbarten Herzogenweiler präsentierte mit dem Teenager-Ballett der Wilden Kerle un Maidle sowie dem Männerballett der frommen Nonnen ein erweitertes Après-Ski.

Der Berg hat auch ziemlich laut gerufen als das Junge Damenballett sportlich zum Après-Ski einlud. Dem Männerballett brauchte man dies nicht zwei Mal sagen.

Abschließend die Tanzgruppe der Rolli-Wiibber als Schneehaserl, auch mit Wechsel der Fellfarbe, wenn es mal ab in den Süden geht.

Durch den Abend führten launig die Ski-Wanderführer Joshua und Alexander Falk. Den passenden schmissigen närrisch musikalischen Ton trafen die Gaudibrass von Stefan Zwerschina, ehe die Après-Ski-Party mit DJ Kälble in die nächtliche Verlängerung ging.